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Vagina-Journalismus

Heute mit einem Bericht aus der Abteilung „primitiv und dumm

Vagina-Journalisten und Journalistinnen definieren sich dadurch, dass sich ihre Berichterstattung entweder hauptsächlich um das weibliche Geschlechtsteil oder um Situationen, welche hauptsächlich durch das weibliche Geschlechts beeinflusst werden, dreht.

Momentan prägen drei Journalistinnen die vaginale Hofberichterstattung, die da sind: Michèle Roten (Analyse der eigenen Sexualität als Massenkommunikation), Charlotte Roche (Analyse der eigenen Sexualität als Bestseller) und Alice Schwarzer (Analyse der eigenen Sexualität als Grundlage des Terrorismus).

Nicht nur, dass der Vagina-Journalismus extrem härzig, repetitiv und dadurch vor allem langweilig wirkt, derzeit ist er vor allem auch inflationär. Wenn Michèle Roten heute im Magazin eine lesbische Anwältin interviewt, die eine Vagina-fokussierte Community betreibt, deren neustes Projekt ein Vagina-Buch und dessen Highlight wiederum eine Analyse der Vagina der Mutter ist, dann ist dies der Overkill in Sachen Vagina-Journalismus.

Ich krieg demnächst eine Vagina-Allergie. Danke Michele. Wenn das so weiter geht, fang ich auch an zu twittern. Irgendwas muss man ja tun, wenn Sex keinen Spass mehr macht.