Schlagwort-Archive: Tom Kummer

Tom Kummer – The Movie

Was man doch nicht alles erfährt, wenn man die Randnotizen der Regionalpresse liest..
Der Ta Media-Journalist und Regisseur Miklos Gimes dreht derzeit offenbar einen Dokumentarfilm über seinen berner Berufskollegen Tom Kummer – auch bekannt als „Borderlinejournalist“ (was ich nach wie vor für Blödsinn halte. Schreibbegabter Betrüger tut´s auch). Offenbar ist es Gimes gelungen (schreibt die Aargauer Zeitung) diverse Weggefährten aus Kummers „Schummelzeit“ aufzutreiben. Die beiden geschassten Ex-Chefredaktoren Poschardt und Kämmerling gehören allerdings laut AZ nicht dazu, was wir sehr bedauern. Denn das wären wohl die zwei interessantesten Köpfe gewesen. Selbst als alle schon ahnten, dass Tom mogelt, haben die beiden munter weiter publiziert.

Dem Internet sei dank, nun wissen wir auch, dass Gimes mindestens 260´000.- Fördergeld für „Kummer“ bekommt (180´00 von der Zürcher Filmstiftung und 80´000 von suisseimage).
Ich geb das Bloggen auf und drehe einen Film über dasmagazin.ch. Arbeitstitel „.ch“ – damit wäre nicht nur das Thema Web 2.0 und Interaktivität im schweizer Journalismus abgedeckt, sondern auch gleich die aktuelle Wirtschaftskrise an einem Beispiel erklärt.

Werbeanzeigen

Kummer is back – Wie der grösste Lügner der Schweiz eine zweite Chance erhielt

Tom Kummer, der wohl beste Journalist Lügner den die Schweiz je hatte, ist offenbar wieder zurück im Business. Für die WOZ durfte er diese Woche aus den USA, wo Kummer seit dem GAU lebt, über den Superbowl berichten.
Die WOZ scheint Kummer offensichtlich zu vertrauen. Sicherlich keine einfache Entscheidung, in Anbetracht der Tatsachen, dass Kummers letzte Kunden (Poschardt & Kämmerling) genau aus diesem Grund ihren damaligen Job verloren haben und die BZ bereits mit einem ähnlichen Comeback schlechte Erfahrungen gemacht hatte.

Insofern gratuliere ich der Zeitung „Sonntag“ (bzw. Peter Hossli) zur Idee, Kummers Text auf Fehler und Unstimmigkeiten zu überprüfen. Blöd nur, dass sie etwas schludrig umgesetzt wurde. Die Zitate beispielsweise hätte man mit einem einfachen Telefonanruf kontrollieren können, auch ein Archiv und Google sind nicht allwissend. Naja, Hossli wird seine Gründe gehabt haben, wieso er es nicht tat.

Aber zumindest in Ansätzen wird klar, dass Kummer nach wie vor eher unkonventionelle Recherche-Methoden benutzt. Hossli schreibt in diesem Zusammenhang gar wieder von Lüge.

Die WOZ bestreitet die Vorwürfe in einer ersten Stellungnahme. Kummer selbst war offenbar nicht zu erreichen. Da bin ich ja mal gespannt, ob Kummer in den nächsten WOZ-Ausgaben wieder als Autor auftaucht. Ich denke mal eher nicht.