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Bye bye Swiss Date oder der 1-Tag/Jahr-Job

Und nun noch zu den lustigen Meldungen des Tages. Hat eigentlich jemand mitgekriegt, dass Tele Züri die Sendung „Swiss Date“ absetzen will? Unsere liebste Samstagabend-Sendung, das Auffangbecken für die Ausgestossenen der Erfolgsgesellschaft, wird eingestellt.

Der Grund: Die Suche nach Singles sei immer wie schwerer geworden. Oder anders gesagt: es gibt immer weniger Loser, die vor laufender Kamera darüber sprechen wollen, warum sie keinen Partner abkriegen. In Zeiten von Online-Datingportalen macht das auch absolut keinen Sinn.

Kann sich noch jemand daran erinnern, mit welchem Trara Tele Züri eine Nachfolge für Moderatorin (der war Absicht) Jeol Gilgen gesucht hat? Den Sprung in die D-Liga der Medienprominenz (D für: Wenn wir niemand anderen finden DANN reden wir halt mit DIR) geschafft hat damals Gabriela Ursprung.

Tele Züri will ein solches Talent natürlich nicht ziehen lassen. Sie werde künftig weiter eingesetzt, heisst es in einer Mitteilung – für die Moderation der Streetparade.

Daher gesucht heute: Menschen mit Erfahrung in einem 1-Day/Year-Job.

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Die Fernsehfalle – Swissdate vs Benissimo

Eigentlich wollte ich mir gestern Abend kurz „Swissdate“ anschauen, eine Single-Sendung auf «Tele Züri». Das ist eine meiner kleinen Samstags-Schadenfreuden, auch wenn es zugegeben etwas fies ist, sich über verzweifelte Singles-auf-Beutejagd lustig zu machen.
Nach genau 30 Sekunden und der Antwort (die Frage hab ich gar nicht gehört) einer Frau mit radikalem Kurzhaarschnitt: «500 Kilo Pferd, 40 Kilogramm Hund und eine äusserst strenge Arbeit als Projektmanagerin, willst du tragen helfen?», musste ich allerdings umschalten. Mir kamen vor Mitleid beinahe die Tränen.

Dummerweise kam ich vom Single-Himmel in die Friends-Hölle, denn ich strandete bei SF1 und bei «Benissimo», der Geriatrie-Sendung von Beni Turnheer (der sich übrigens äusserlich lediglich durch Brille und Glatze von Joel Gilgen unterscheidet). Das schlimmste Element der Sendung heisst «Friends». Eine Art Mini-Witz-Sendung, mit Stefanie Berger und anderen unlustigen Schweizer Promis. Nachdem eine Frau in einem orientalischen Markt eine hässlich angemalte Schale fallen liess, der Händler darauf sagte: «Diese Schale war 500 Jahre alt» und die Frau entgegnete: «da bin ich aber beruhigt, ich dachte sie wäre neu», war mein TV-Abend gelaufen.

So richtig runter ging mir der Laden allerdings heute Morgen mit der vermeintlichen Benissimo-Sendungskritik auf bazonline.ch. Der Titel: «Die grosse Show des Pausenclowns» liess vage Hoffnung aufkommen, dass es doch noch Journalisten gibt, die mich verstehen. Leider entpuppte sich der Artikel als eine heimliche Lobrede auf Turnheers Moderationsqualitäten, was in der Forderung gipfelte: «Mehr Interviews für Turnheer!»

Zum Glück ist Sonntag. Da kann man auch einfach wieder schlafen gehen.