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Blöder mit Blick – heute: Die Wahl des neuen Armeechefs

Diese Story musste einfach ins Auge gehen. Nicht, dass wir das nicht geahnt hätten.. Wir wollten einfach noch einmal darauf hinweisen, dass der Blick absolut kein visionäres Potential  mehr hat. Diese Zeitung ist Geschichte.

Und weils so schön war, gibt´s das Highlight im Replay:

Aber BLICK weiss schon jetzt: Gewählt wird Divisionär Hans-­Ulrich Solenthaler, der Wunschkandidat des neuen VBS-Chefs Ueli Maurer.

Korrigenda – We love Aargauer Zeitung

Da es zu unseren Hobbies gehört auf Journalisten der Aargauer Zeitung einzuhacken, müssen wir natürlich auch erwähnen, wenn das Team etwas auf die Reihe kriegt. Diese Woche hatte die Aargauer Zeitung gar einen Primeur (öhm, zusammen mit dem Blick-Sportteil Seite 5 oder so). Das Blatt wusste zu verkünden, wer neuer Chef des Schweizerischen Eishockeyverbandes werden würde, vor allen anderen. Und die Angaben waren sogar richtig.

Ein Rätsel allerdings bleibt, wie die das vor 22 Uhr rausgefunden haben?

 

Blick am Abend = Blick ins Leere

Eigentlich sollte der «Blick am Abend» die schnellste Gratiszeitung der Schweiz sein. Sie erscheint bereits nach 15 Uhr und enthält darum im Normalfall bereits einen Grossteil der tagesrelevanten Meldungen.
Manchmal ist der «Blick am Abend» aber auch einfach die dümmste Gratiszeitung der Schweiz. Da «20 Minuten» schon ein mehrfach ausgezeichnetes Blödblatt ist, braucht es einiges, um in dieser speziellen Rangliste bis ganz nach vorne zu kommen.

Wir repetieren. BaA erscheint um 15 Uhr. Redaktionsschluss ist daher irgendwann nach 13 Uhr. Das heisst, bis und mit Anfang Nachmittag können Änderungen von der Redaktion ohne grosse Probleme übernommen werden.

Gestern aber titelte die Zeitung gross:

«Die Finanzkrise wirft viele Fragen auf. Auf Zeichen warten wir vergeblich – der Bundesrat schweigt».

Man kann dem Bundesrat einiges vorwerfen, aber geschwiegen hat er gestern nicht. Der Bundesrat nahm am Mittag in Form von BR Doris Leuthard Stellung, im Tagesgespräch von Radio DRS (mit Vorabmeldung in den Nachrichten). Eine Tatsache, die auch der Schwesterredaktion «Blick» entging. Dort meldete sich Doris erst Nachmittags, vom Klimaforum in Thun. Auch das eine fundiert journalistische Meisterleistung, obwohl der sonst eher lethargische Landessender seinen «Primeur» in einer unglaublichen Penetranz im 30-Minuten Takt in den Äther posaunte.

Und nebenbei – so peinlich der Schnellschuss der Blick-Redaktionen, so deplaziert das Eigenlob im Tages Anzeiger von heute morgen:

«So verständlich das grosse Bedürfnis nach Beschwichtigung ist, so deplatziert mutet die Kritik an, die Landesregierung lasse die Bürger und Anleger im Stich.Viel mehr beweist der Bundesrat Augenmass. Er wartet den richtigen Zeitpunkt ab, um zu handeln und etwas zu sagen. Und er findet die richtigen Worte. Unaufgeregt und klar, weder beschönigend noch alarmistisch äusserte sich Leuthard gestern Mittag auf Radio DRS. Dasselbe tut die interimistische Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf im heutigen Gespräch mit dem Tages-Anzeiger».