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Ein ipod toch für 90 Rappen!!!

Hier noch ein kleines Beispiel, wie man ungewollt Werbung für eine miese Sache macht. Wer immer diese Geschichte liest, sollte bedenken: So etwas wie „Wohltäter“ die Sachen „gratis verschenken“ gibt es nicht. Zumindest nicht, wenn das Umsatzziel „Profit“ heisst.

Es kann also nicht sein, dass man hier einen iPod für 0.94 CHFr. bekommt. Ich habe mir die Seite von Psychoauction gestern kurz angesehen. Die Angebote werden im Schnitt alle 30 Sekunden um ein paar Rappen erhöht. Wenn man bedenkt, dass jeder Bieter einen kleinen Betrag pro Gebot bezahlen muss, läppert sich da schnell was zusammen.

Als Beispiel: Das Angebot startete bei 0.10 CHFr. Ein Gebot kostet beispielsweise 1 CHFr, erhöht wird in 0.10 CHFr-Schritten. Gestern Abend waren wir bereits bei über 30 Franken, das mach alleine 300 CHFr Einnahmen an Gebühren. Von „Wohltäter“ oder gar „Genie“ zu sprechen, wäre bei Psychoauction also fehl am Platz. Die Plattform ist nichts weiter als ein getarntes Schnäppchen um Leuten mit falschen Versprechen Geld aus der Tasche zu ziehen.

Bietet jemand nur für einen einzigen Gegenstand und anschliessend nie wieder, mag die Rechnung aufgehen. Doch bereits bei zwei laufenden Geboten dürfte die Rechnung anders aussehen. Dass Newsnetz diesen Sachverhalt nicht auch so kommuniziert, statt dessen aber in bedingungslose Lobhudelei für eine unglaublich karitative Geschäftsidee abdriftet, musste eigentlich bestraft werden.

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