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Carl Blödmann

Es passiert leider selten, dass ich 20 Minuten nicht unfreiwillig, sondern wirklich komisch finde. Heute aber, unglaublich, war einer dieser Tage. Don Hirsch und Don Huisseling hatten gestern ins Kaufleuten geladen. Der eine präsentierte eine weitere Runde „wie man berühmte Menschen anödet“, der andere durfte sich für eben diese Anöderei (Carli der Grosse) in der Weltwoche revanchieren, was er dann nicht wirklich tat.

Blick feiert Carl Blödmann heute denn auch als „Satiriker“ *hüstel*, der einen geplanten Gag über Xenia auf Anraten seiner Berater *hüstel* fallen liess. Gott, was habe ich dank Blick heute wieder gelernt. Als Satiriker braucht man Berater die Gags aufgrund ihrer Brisanz einstufen, nur weil  etwaige Medienvertreter (und Blogger) im Publikum sitzen.

Aus aktuellem Anlass eine heute viel zitierte Pointe des Neo-Satirikers Blödmann: „Du willst den Leuten Stil, also – wie ihr Berner sagt – „Stiu“ beibringen. Das ist, wie wenn Renzo Blumenthal Brad Pitt sagen würde, wie er Angelina drannehmen soll“. Ein Schenkelklopfer erster Güte und ein harter Schlag in die Eingeweide von Don Huisseling. Für einmal titelt 20 Minuten zu Recht. „Hirschmann warf mit Watte“. Watte, die moderne Duellwaffe der Stadttunte.

Wer so eine Watte mit voller Wucht in die Fresse kassiert, der leidet.  Das erklärt vielleicht auch, warum Blödmann das Wort „Demonstration“ und „1. Mai“ nicht verstanden hat und sich anschliessend wunderte, warum sein Auge tatsächlich blau und nicht etwa nur blau geschminkt war.

Ich will mein Geld zurück! Auch wenn ich als Blogger selbstverständlich keinen Eintritt bezahlen musste.

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Ausgeblocht: Der Untergang der Weltwoche

Es ist Schade um das Traditionsblatt. Mich stimmt das traurig. Aber ich glaube, das dürfte es gewesen sein. Die Weltwoche ist Geschichte. Ich bin zwar nach wie vor der Meinung, dass die SVP, Christoph Blocher und Roger Köppel nicht in einen Topf zu werfen sind. Dazu ist Köppel zu schlau und zu fähig, das hat er mehr als einmal bewiesen. Aber eine gewisse Analogie ist nicht von der Hand zu weisen.

Der Stern von SVP-Übervater Christoph Blocher ist am Sinken. Ähnlich ergeht es der SVP und ihrem mal-doch-und-dann-wieder-nicht-Kurs. Und jetzt zieht die Weltwoche nach. Strategie– und Personalwechsel folgen in letzter Zeit Schlag auf Schlag. Und nun geht auch Schwergewicht Hans-Peter Born.

Daniel Ammann, Alex Bauer und Urs Paul Engeler können das Blatt nicht im Alleingang stemmen. Zudem sind die aktuellen Ausgaben bereits jetzt schon so dünn, dass es sich kaum lohnt das Magazin zu kaufen.

Der Logik nach wäre Mark van Huisseling der Nächste. Dann wäre die Party wohl endgültig zu Ende.