Schlagwort-Archive: Interview

Abteilung Erpressung und Bestechung

Eigentlich mögen wir den Herrn Lebrument ganz gut. Das scheint ein netter, intelligenter Kerl zu sein, der gerne mal auf den Tisch klopft. Scheint so n Bergmensch zu sein. Die machen ja gerne mal etwas Lärm, wenn’s den eigenen Interessen nutzt.

So lancierte Lebrument gestern via Südostschweiz am Sonntag einen Angriff auf das UVEK. Das war eine schöne Flanke, eine fiese, raffinierte, ja gar gemeine Flanke. Deren Inhalt bedeutet aufs Wesentliche runtergebrochen: kommt Schawi, werde ich gehen.

Zwischen den Zeilen liest man: diese, meine Zeitungen will sowieso keine Sau, denn ich bin der einzige, der Berg und Tal da hinten mit Informationen versorgt. Das Volk ist in der Gewalt der Informationsgeisel. Natürlich ist es längst nicht mehr an Grossmogul Lebrument zu entscheiden, was „sein“ Medienkonzern kauft oder verkauft. Längst reden auch seine Kinder und weitere Aktionäre mit.
Trotzdem ist es beeindruckend, wie ein einzelner Verleger versucht gegen den Staat zu Felde zu ziehen und sich mit allen möglichen Mitteln zu wehren.

Ich bin ja mal gespannt, ob sich Moritz erpressen lässt. Interessant wird auch sein zu sehen, wie Roschee (der andere, nicht der von der WW) reagiert. Vielleicht kauft er gleich alles und steigt auch noch ins Zeitungsgeschäft ein.

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Ein ipod toch für 90 Rappen!!!

Hier noch ein kleines Beispiel, wie man ungewollt Werbung für eine miese Sache macht. Wer immer diese Geschichte liest, sollte bedenken: So etwas wie „Wohltäter“ die Sachen „gratis verschenken“ gibt es nicht. Zumindest nicht, wenn das Umsatzziel „Profit“ heisst.

Es kann also nicht sein, dass man hier einen iPod für 0.94 CHFr. bekommt. Ich habe mir die Seite von Psychoauction gestern kurz angesehen. Die Angebote werden im Schnitt alle 30 Sekunden um ein paar Rappen erhöht. Wenn man bedenkt, dass jeder Bieter einen kleinen Betrag pro Gebot bezahlen muss, läppert sich da schnell was zusammen.

Als Beispiel: Das Angebot startete bei 0.10 CHFr. Ein Gebot kostet beispielsweise 1 CHFr, erhöht wird in 0.10 CHFr-Schritten. Gestern Abend waren wir bereits bei über 30 Franken, das mach alleine 300 CHFr Einnahmen an Gebühren. Von „Wohltäter“ oder gar „Genie“ zu sprechen, wäre bei Psychoauction also fehl am Platz. Die Plattform ist nichts weiter als ein getarntes Schnäppchen um Leuten mit falschen Versprechen Geld aus der Tasche zu ziehen.

Bietet jemand nur für einen einzigen Gegenstand und anschliessend nie wieder, mag die Rechnung aufgehen. Doch bereits bei zwei laufenden Geboten dürfte die Rechnung anders aussehen. Dass Newsnetz diesen Sachverhalt nicht auch so kommuniziert, statt dessen aber in bedingungslose Lobhudelei für eine unglaublich karitative Geschäftsidee abdriftet, musste eigentlich bestraft werden.

Abteilung: Fehler und Floskeln

Eigentlich wäre diese Medien-Geschichte ja ganz spannend. Mit ein paar zusätzlichen Korrekturen wäre sie auch verständlich.

Warum haben Sie mit Letizia über Kandidaten diskutiert, obwohl er nicht einmal ein Mitglied des PdL (Volk der Freiheit) ist?

Siiii – är? Non capisco niente.

Ist Noemi Berlusconis Geliebte oder gar dessen Tochter, wie italienische Medien mutmassen? Silvio Berlusconi.

Hai finito.

Die beste Zeitung der Schweiz

79 Mitarbeiter verlieren ihre Stelle +++ Die Schweiz verliert mindestens ein wichtiges Printerzeugnis +++ Die Schweizer verlieren ihr Recht auf eine eigene Meinung +++ Und das Komitee „Rettet den Bund“ wird zum Totengräber der eigenen Bedürfnisse. So oder ähnlich könnte man die Beschlüsse von gestern zusammen fassen.

Wie gesagt (WTF): Es bedurfte noch der GV, die Beschlüsse lagen längst auf dem Tisch, gestern konnten sie dann auch endlich kommuniziert werden. Die Angestellten der TA-Media wissen allerdings immer noch nicht genau, wen es treffen wird.
Damit das Ausmass der Misere auch klar ersichtlich ist, versuchen wir die Ereignisse anhand eines Interviews mit Verwaltungsratspräsident Pietro Supino nachzuzeichnen. Ein Mensch, der uns zunehmend unsympathischer wird, da er seine Entscheidungen offensichtlich aufgrund von Launen und Annahmen fällt, nicht aber basierend auf Tatsachen wie folgende Ausführungen nahelegen. Wir beziehen uns auf folgendes Interview: Das muss die beste Zeitung der Schweiz werden.

Tatsache ist: Bund und Tages Anzeiger fusionieren in Bern. Die Zeitung wird wohl weiterhin Bund heissen, aber aufgrund des „Textsharing“ vom Raster her  mit dem Tages Anzeiger identisch sein. Das wird sich auch aufs Layout niederschlagen. Der Tund, wie wir ihn fortan nennen, wird zwar noch einen eigenen Bernteil haben, ansonsten aber ein Tages Anzeiger sein und auch so aussehen, egal was man im Hause TA-Media derzeit behauptet.

Eine sehr unglückliche Rolle kommt laut Supino dabei dem Komitee „Rettet den Bund“ zu. Denn:“es hat uns darin bestärkt, in Bern etwas für die Medienvielfalt und die Menschen zu tun, die den «Bund» nutzen. Aber die Tatsache, dass das Komitee nur 16’000 Unterschriften gesammelt hat, hat bei uns gewisse Zweifel aufkommen lassen.“ – Wir übersetzen: Das Komitee hat den Verwaltungsrat in der Annahme bestärkt, dass Bern keine zweite eigenständige Zeitung braucht. Und nicht nur das: „Jetzt wird es darum gehen, dass die Leute, die sich im Komitee oder auch sonst für den «Bund» eingesetzt haben, den Worten Taten folgen lassen, den «Bund» auch tatsächlich abonnieren werden und auch bereit sind, eine leicht höhere Abonnementsgebühr zu bezahlen.“ Auch hier übersetzen wir: Wir nehmen euch die Zeitung weg, weil wir das Produkt aber weiterhin Bund nennen, dürft ihr jetzt auch etwas mehr dafür bezahlen.
Ein hervorragender Schuss in den Ofen. Supino ist, zumindest zwischen den Zeilen gelesen, ein richtiges Arschloch.

Inhaltlich halte ich es mit der Stellungnahme des Verbandes Impressum: „Der Verband zeigt sich enttäuscht „über die einseitig auf Aktionärsinteressen ausgerichtete Strategie von Tamedia“. Der Verwaltungsrat setze auf höhere Renditen durch Pendlerzeitungen und online-Portale. Anstatt die Herausforderung zu wagen, die Qualität der Traditionszeitung „Tages-Anzeiger“ wettbewerbsfähig zu halten, stelle Tamedia das journalistische Fundament seines Stammblatts aufs Spiel.
Übersetzt heisst dies: Tages Anzeiger und „News“ teilen sich den Newsroom. Die Inhalte von Newsnetz werden vermehrt über News auch in den Tages Anzeiger einfliessen. Die Meinungsvielfalt in der Schweizer Zeitungslandschaft wird ausgedünnt. Schon heute lässt sich die Anzahl Zeitungen mit eigenen Meinungen und Kommentaren an einer Hand ablesen. Mindestens eine davon können wir ab 2010 getrost ausser acht lassen. Ob der Tages Anzeiger noch weiterhin mit profilierten Kommentaren aufwarten kann, die nicht nur das linke und rechte Seeufer betreffen, bleibt abzuwarten.

Zusammenfassend kann man sagen: Das war der Abstieg der Schweiz in die Nationaliga B der europäischen Meinungsmacher. Wir haben ausser der NZZ kein einziges Printprodukt mehr, dass man über die Grenze hinweg beachten müsste. Ueli Maurer und Pietro Supino haben zudem eines gemeinsam: Den Hang zur Utopie. Beste Zeitung der Schweiz my ass.

Best of Linda Gwerder

Heute Abend startet „Die 10“. Wir erinnern uns: Das ist die Sendung, die Anna Maier nicht moderieren wollte, weil sie „zu gemein“ sei. Linda Gwerder hat damit offenbar keine Probleme. Wer ein Interview der 24-Jährigen liest, versteht auch warum. Hier die besten Fragen und Antworten von heute:

Haben Sie sich bei Sonja Zietlow, die die deutsche Ausgabe moderiert, etwas abgeschaut?

Ich mag Sonja sehr, sie ist eine Witzkanone (Aargauer Witz-Zeitung)

Die Sendung ist aufgezeichnet. Heute Abend sehen sie sich zum ersten Mal als Moderatorin einer Show zur besten Sendezeit. Aufgeregt?

Sehr. Ich weiss noch nicht, wie ich das durchstehen soll. (Bitte nicht vergessen: aufgezeichnet. Berner Zeitung)

Die 10 besten Fernsehsendungen nach Linda Gwerder:

Tagesschau, Dok, Cash TV, Johannes B. Kerner, die ultimative Chartshow, Verbotene Liebe, Tatort. (Ja, wir kommen auch nur auf acht. Aufgezeichnet in der Berner Zeitung).

Welche zehn Sendungen nerven Sie am meisten?

Zwei bei Kallwass, Richterin Barbara Salesch, Germany’s Next Topmodel, Desperate Housevwifes, My Sweet Sixteen, K11, Frauentausch, Big Brother und diese Show auf MTV, in der gezeigt wird, welcher Promi am meisten Gewicht verloren hat. Völlig daneben. (Hier sind’s immerhin neun).

Das lässt uns alles etwas ratlos zurück. Entweder wird „Die 10“ eine gewagte Kombination aus Cash TV und Dok mit etwas Tatort und Tagesschau, oder aber die Gwerder hat ihre eigene Sendung noch nie gesehen. Klingt ja derzeit eher wie ne Mischung aus Germany’s Next Topmodel, my sweeet Sixteen, Frauentausch und Big Brother.

Gegen Zürich – für Medienvielfalt

Es ist schon sehr bedauerlich. Da gibt Medienminister Moritz Leuenberger endlich mal ein brauchbares, interessantes Interview und dann läuft die Geschichte nicht über die Agenturen. Um mal ein wenig Stimmung gegen die TA-Media zu machen und nicht nur immer zu plaudern, betreibe ich schamlosen Content-Klau beim Tages Anzeiger.
Wer also immer noch glaubt, die privaten Medien erhalten in der Wirtschaftskrise staatliche Unterstützung, Energy erhalte irgendwie, irgendwo, irgendwann eine Konzession, wer glaubt die SRG müsse Radio und Fernsehen in Zukunft zusammen legen und Frau Deltendre die mediale Allmacht geben, nach der sie sich so sehnt, der lese:

Sie haben vor Wochenfrist den Kauf von Edipresse durch Tamedia kritisiert.

Nicht kritisiert. Ich habe nur darauf aufmerksam gemacht, dass jede Macht die Gefahr des Missbrauchs birgt – der sich in diesem Fall insbesondere gegen die Meinungsvielfalt richten könnte. Ich hoffe aber und bin mir auch sicher, dass Tamedia mit dieser Situation verantwortungsvoll umgehen kann.

Der Schaffhauser Verleger Norbert Neininger fordert unterdessen panisch Staatshilfe für die kleinen Blätter.

Vergebens. Wir haben keinerlei solche Projekte in Planung, und ich denke auch nicht daran, so etwas anzureissen.

Sie sprechen von Meinungsvielfalt – und legen die Hände in den Schoss.

Es gibt keinen Anlass zu glauben, dass der medienpolitische Wettbewerb gefährdet sei. Die Meinungsvielfalt kann trotz grosser Zeitungskonzerne gewährleistet sein. Ausserdem stehen auch die elektronischen Medien in medienpolitischer Konkurrenz zur Zeitung und wirken korrigierend. Wer das Printmonopol in einer Region fürchtet, kann sich noch immer über Radio und Internet informieren. Solange die demokratische Meinungsbildung nicht durch ein echtes Monopol gefährdet wird, gibt es keinen Anlass zu intervenieren.

Was die Meinungsbildung in Ihren Augen aber gewiss gefährdet, ist der Umstand, dass die Medien mehr auf Unterhaltung setzen.

Nur weil ich ab und an einzelne Unterhaltungssendungen im Fernsehen kritisiere, dürfen Sie mich nicht auf einen Unterhaltungsmuffel reduzieren. Ich betone immer wieder, wie wichtig die Unterhaltung in der Medien- und Gesellschaftspolitik ist. Es gibt aber natürlich einzelne Unterhaltungssendungen, die keinen aufklärerischen Wert haben. Da gibt es diese Sendung «Deal or . . .». Entschuldigung, ich weiss gar nicht, wie sie vollständig heisst, weil ich immer sofort wieder abschalte.

Den Moderator dieser Sendung wird man vielleicht bald auch auf Radio DRS hören.

Ich sage nichts zu einzelnen Personen.

Nicht nötig. Stichwort: «Konvergenz» – Radio und TV sollen mehr kooperieren.

Konvergenz ist ein interessantes Projekt mit Chancen und Risiken. Die Chancen sehe ich vor allem im Onlinebereich. Nicht jedes Radio- und Fernsehprogramm muss seinen eigenen Internetauftritt haben. Bei den Anschaffungen, im Gebäudebereich oder bei der Technik kann man Synergien ebenfalls besser nutzen. Der Bund hat ja 2006 selber überprüft, ob die SRG-Gebühren richtig verwendet werden. Und es hat sich gezeigt, dass in diesen Bereichen Einsparpotenzial vorhanden ist.

Und Ihre Risikoanalyse deckt sich mit derjenigen der Bedenkenträger beim Radio?

Publizistisch birgt Konvergenz Risiken. Darum habe ich der SRG-Spitze mit aller Klarheit gesagt, dass ich zunächst die strukturellen Entscheide fällen würde und Personalentscheide erst nachher vornähme.

Hat SRG-Direktor Armin Walpen das Projekt zu sehr forciert?

Umstrukturierungen müssen von den Konsumenten und den Mitarbeitenden akzeptiert werden. Diese Erfahrungen habe ich in meinem Departement bei der Liberalisierung von Post- und Strommarkt gemacht. Bei Tempo und personellen Fragen ist grösste Vorsicht geboten.

Sie haben Herrn Walpen zurückgepfiffen.

Nein. Ich habe lediglich klar gesagt, was aus meiner Sicht Priorität haben muss. Die formelle Kompetenz über das weitere Vorgehen liegt selbstverständlich beim SRG-Verwaltungsrat. Diese Entscheide haben aber sehr grosse politische und emotionale Auswirkungen, und diese wiederum werden an mich zurückgetragen. Also ist es nur recht, dass ich als Medienminister die SRG-Spitze auf die politischen Dimensionen aufmerksam mache.

SF-Direktorin Ingrid Deltenre will die Zusammenführung selber managen.

Noch einmal: Ich finde die personellen Entscheide sind nach den strukturellen zu treffen. Und die strukturellen Fragen sind noch lange nicht geklärt. Da gibt es noch sehr viel Detailarbeit zu leisten.

Und diese Arbeit sollte in Ihren Augen besser nicht von der ambitionierten Fernsehdirektorin geleistet werden?

Ich äussere mich nur zum Prozess, nicht zu Personen. Es würde die Akzeptanz bei allen Betroffenen sicher erhöhen, wenn diese Arbeit jemand machen würde, der nachher nicht der Superintendant oder die Superintendantin ist und darum auch nicht seine eigenen Interessen in die Restrukturierung einbringen kann. Das könnte eine externe Person sein oder jemand, der nachher nicht für die Umsetzung des Projekts verantwortlich ist.

Radiodirektor Walter Rüegg etwa.

Solche Fragen muss der Verwaltungsrat klären. Jedenfalls fände ich die Idee eines Übergangschefs prüfenswert.

Die Gefahr einer Zentralisierung der SRG-Macht in Zürich besteht unabhängig von der Superintendanten-Frage.

Eines muss klar sein und ist gesetzlich vorgegeben: Die Sprachregionen müssen ihre Autonomie behalten. Konvergenz über den Röstigraben hinweg kommt nicht in Frage. Schon die Konzentrationen in den Sprachregionen sind heikel. In der Westschweiz beispielsweise ist es wichtig, dass dieses Projekt nicht zu einer Medienkonzentration in einer einzigen Stadt führt, nämlich Genf.

In der Deutschschweiz ist es ähnlich.

Natürlich. Das Fernsehen ist schon heute sehr Zürich-lastig. Ist das Wetter toll, zeigt man die Flaniermeile am Zürichsee, ist das Wetter lausig, zeigt man den verdrossenen Schwan auf dem Zürichsee. Da fragen sich die Basler und Berner schon, ob die Schweiz nur aus dem Zürichsee besteht. Es gilt zu vermeiden, dass das ganze Radio auch noch von Zürich aus gelenkt wird.

Der Berner Gemeinderat verlangt, dass die Informationsabteilung des Fernsehens in Bern gemacht wird.

Solche Forderungen beleben die Diskussionskultur im Lande, und man soll sie ernsthaft diskutieren. Der Entscheid liegt aber bei der SRG. Immerhin würde das ja auch ziemlich teuer.

Radio Energy möchte eine Übergangsfrequenz, bis der digitale Sendestandard ein Überleben sichert. Das wäre technisch machbar. Haben Sie das wider besseres Wissen abgestritten?

Überhaupt nicht. Es gab und gibt keine freie Frequenz für die Abdeckung des Raums Zürich/Glarus. Wenn man für das ganze Gebiet – wie dies Energy immer noch fordert – Frequenzen freiräumen wollte, dann müssten Radio DRS und zahlreiche private Veranstalter Frequenzen abgeben, die nötigen Umstellungsarbeiten bräuchten zwei Jahre und müssten erst noch vom Ausland genehmigt werden.

Aber eine UKW-Frequenz für Energy und seine Fans in der Stadt Zürich wäre mit Frequenztauschen sehr wohl möglich.

Moment jetzt. Frequenzen sind ja nicht frei handelbar. Ein solcher Abtausch hätte Auswirkungen auf die anderen Veranstalter, und auch dies müsste mit dem Ausland koordiniert werden. Zudem wäre die technische Umsetzung frühestens nach sechs Monaten möglich. Und ich erinnere daran, dass sich Energy nie mit dem kleinen Raum Zürich begnügen wollte. Aber falls ein solcher Vorschlag käme, würden wir ihn genau anschauen.

Also stehen die Chancen gut?

Nein. Ein solches Gesuch betrifft immer auch andere Player. Andere Stationen müssten ihre Frequenzen hergeben oder bekämen zumindest eine zusätzliche wirtschaftliche Konkurrenz. Sie könnten sich rechtlich dagegen wehren. Dazu kommt noch etwas: Der Gesamtbundesrat müsste ein neues Versorgungsgebiet schaffen. Kurz: Es ist zwar theoretisch machbar, aber nicht realistisch.