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Idiot des Tages – die gute alte Zeitung

Google sucht neuerdings mit altmodischen Printanzeigen weltweit nach Autoren, deren Werke vergriffen sind.

In den schmucklosen Annoncen fordert Google alle Autoren gedruckter, aber derzeit nicht mehr lieferbarer Bücher auf, sich mit Google in Verbindung zu setzen. Stimmen sie bis zum 5. Januar 2010 der Einspeisung ihrer Werke in Googles Superbibliothek zu, erhalten sie eine Einmalzahlung von 60 Dollar und werden an den Werbeeinnahmen beteiligt, die Google mit Anzeigen rund um das digitale Buch einspielt. Von den Gebühren, die Google in Zukunft für das Herunterladen kompletter Bücher erheben will, erhalten sie 63 Prozent. Stimmen sie nicht zu, bleiben ihre Bücher ungescannt. Mit der Anzeigenkampagne hofft Google, eine juristisch einwandfreie Grundlage zu schaffen und sich vor späteren Prozessen zu schützen. Wer sich trotz der weltweiten Bekanntmachung nicht meldet, so die Argumentation von Google, genehmigt stillschweigend die digitale Verbreitung seiner Werke. (via)

Konsequenterweise müssten die Zeitungen ja solche Anzeigen ablehnen. Andererseits ist es doch schon fast eine Art Versöhnung, wenn das eigene Grab vom Mörder mitfinanziert wird.

Dow Jones, Weihnachten und Westside – oder warum die Welt Kopf steht

Was für ein Tag. Zuerst knallt der SMI durch die Decke. Anschliessend folgt der Dow Jones. Unterdessen erhält ausgerechnet Paul Krugman den Wirtschaftsnobelpreis, Elmar Ledergerber wird als zweitbester Stadtpräsident der Welt geadelt und wir als Kelly-Family-Verächter und „Itioten“ beschimpft.

Die Welt steht offensichtlich Kopf. Weitere Beweise gefällig?

Nach nur drei Jahren, grossem Geschrei und noch grösserer Polemik, krebst die „Vereinigung Zürcher Bahnhofstrasse“ heute zurück. Die innovative Weihnachtsbeleuchtung (O-Ton Gramazio / Kohler: «Die mit der Masse interagiert») ist wohl doch zu innovativ. Die Initianten wollen bereits nächstes Jahr wieder zurück zu etwas „Warmem und Goldenem„. Mir wird jetzt schon schlecht.
Währenddessen verkündet Bazonline: „Google-Bildersuche vor dem Aus?„. Jaaaaaaa, genau. Regionale, nicht rechtskräftige Urteile sind doch immer wieder eine doofe Schlagzeile wert.

Die beste interessanteste Meldung kam heute aber aus Bern. Kaum offen, stürzt im Westside schon wieder die Decke ein. Blöd aber auch, dass ausgerechnet zwei Kinder da rumstehen mussten. Wir zitieren die Sprecherin der Westside-Besitzerin Neue Brünnen AG:

Der Zwischenfall bedeutet nicht, dass das neue Einkaus- und Freizeitzentrum von Stararchitekt Daniel Liebeskind unsicher ist„.

Puuh, und ich dachte schon..