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Basel rückt nach rechts

Nun ist die Katze also aus dem Sack. Neuer Hauptaktionär der Basler Zeitung wird Tito Tettamanti. Fast sieht es so aus, wie wenn sich da eine neue rechts-konservative Achse in der Schweizer Medienszene entwickeln würde. Nicht nur zieht Tettamanti wohl nach wie vor die Fäden im Hintergrund der Weltwoche, er tritt auch ab und zu als Autor in Erscheinung.

Damit dürfte sich auch die publizistische Ausrichtung der Basler Zeitung ändern. Einst hervorgegangen aus der Fusion von Basler Nachrichten und der prägenden National Zeitung, fängt für die BaZ jetzt ein neues, rechtes Kapitel an.

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Abt. Wiederholungstäter

Noch Fragen?

Das Ende einer Zeitungs-Ära

Not kennt kein Erbarmen.

Einst war Basel eine Medienhochburg. Spannende Blätter wie die National-Zeitung und die Basler Nachrichten prägten und provozierten die öffentliche Diskussion. Das ist längst Vergangenheit. Und nun verschwindet langsam aber sicher auch noch das letzt Stück Tradition, dass bisher an die so glorreiche Vergangenheit der Nordwestschweizer erinnert hat: Der Baslerstab.

Das tägliche Gratisblatt, dass heute noch praktisch dieselbe Titelschrift trägt wie in den 40er Jahren, soll redimensioniert werden. Fortan erscheint das „Tagblatt der Stadt Basel“, vermutlich gar das älteste noch in der Schweiz erscheinende Tagblatt mit Werbeannoncen und Familienanzeigen aller Art, noch zwei Mal wöchentlich. Ein Teil der Belegschaft wird entlassen, ein anderer Teil wechselt zur Basler Zeitung. Der Versuch der Basler Zeitung Medien AG aus dem ehemaligen Anzeiger eine eigenständige Zeitung zu machen ist gescheitert.

Damit schliesst sich ein weiteres kleines Kapitel der Schweizer Zeitungsgeschichte.