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Wenn Idioten Fernsehen machen

Die Meldung hat inflationäres Sprengpotential. Ein schweizer Spass-Faschist, Ein Pleitier und ein Praktikant erhalten von Pro7 den Auftrag, eine Casting-Show zu moderieren.

Wenn man bedenkt, dass Detlef D. Und Dieter B.sowie Uri G. Und sein Handlanger nicht mit von der Partie sind, könnte man schon fast von einer Überraschung sprechen. Von einer fiesen Überraschung, denn einer der drei Clowns heisst DJ Bobo. Ich dachte zuerst, ich lese nicht richtig. DJ Bobo hat, wenn man das Gehopse und die Musik mal abdreht, absolut kein Unterhaltungspotential. Mehr noch, Bobo ist ein Spass-Faschist mit holprigem Hochdeutsch, dessen letzte grosse Tat ein mitleiderregendes „0“-Points erntete.

Verena Pooth aka Verena „The Swan“ Feldbusch verbrachte die letzten Monate damit zu beteuern, sie sei unschuldig und hätte von den Schummeleien ihres Mannes keine Kenntnis gehabt. Dummerweise hat ihr das irgendwie keine Sau geglaubt. Darum war sie bis gestern auch arbeitslos.

Und Elton? Nun, das Letzte was ich von Elton mitbekommen habe, war, dass er sich mittels Handeschellen an einen anderen Idioten gekettet hat, der sich ebenfalls Praktikant schimpft. Zusammen haben sie idiotische Dinge getan, die halt nur Praktikanten können, die mit 30 immer noch Praktikanten sein wollen. Sie furzen sich ins Gesicht und kotzen sich gegenseitig über die Füsse.

Dieses Trio wird also in Zukunft eine Show moderieren, in der noch grössere Clowns mit noch dümmeren Ideen gesucht werden. Das Anforderungspotential ist riesig, schliesslich sitzen mit Pooth, Bobo und Detlev Elton, schon drei international geprüfte Vollidioten in der Jury. Während mich NEWS, Blick und die anderen Retorten-Papiere heute etwas zahnlos über diesen Knüller informierten, lieferte mir die Neue Luzerner Zeitung noch gleich die E-Mail Adresse für die Bewerbung: sandra.scholz@prosieben.de

Die Annahme, dass die Quote von Menschen, die bei solchen Shows mitmachen wollen in der Innerschweiz leicht höher liegt als im Rest der Schweiz, wollen wir hiermit nicht bestätitgen.

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Sarah Palins Inbox – Email für alle

Sarah Palins Inbox - email anyone?

Sarah Palin braucht derzeit starke Nerven. Zuerst fiel ihr die minderjährige Tochter in den Rücken und liess sich schwängern, (obwohl die Mama für eine strenge Erziehung und gegen Sexualkunde-Unterricht an Schulen einsteht) und jetzt wird ihr auch noch die eigene Inbox zum Verhängnis.

Eine Gruppe namens «Anonymous» knackte Palins private Yahoo-Adresse (gov.palin@yahoo.com) und stellte das Material der Plattform Wikileaks (Projekt zur Veröffentlichung von geheimen Informationen) zur Verfügung. Dort kann nun jeder in Sarahs privaten Mails schnüffeln, den Quell-Code nachlesen und die privaten Fotos der Familie Palin begaffen. Ganz unschuldig ist die Gouverneurin von Alaska an ihrem eigenen Unglück allerdings nicht. Der E-mail-Dienst von Yahoo geniesst nicht unbedingt den besten Ruf in Sachen Sicherheit. Zudem werfen diverse Medien der Vize-Präsidentschaftskandidatin vor, sie hätte amtliche Korrespondenz über den privaten Server beantwortet – eine Handlung die nach US-Recht verboten ist.

Die Diskussion wird schnell entschieden sein, sämtliche E-mails sind online zugänglich. Eine gute Seite hat die Geschichte, denn eventuell realisiert Hessen Spassbremse Andrea Ypsilanti nun doch noch, dass sie mit einem blauen Auge davon gekommen ist. Der Fall Palin zeigt: es hätte weit schlimmer kommen können.

Facebook-Verbot für UBS

Morgen Montag dürfte ein harter Wochenanfang für alle UBS-Manager mit Facebook-Account werden. Laut Angaben der Zeitung Sonntag sperre die Bank ihren Mitarbeitern den Zugang zur Social-Network-Plattform, denn:

«Insbesondere Social-Network-Plattformen wie Facebook bergen die Möglichkeit der Speicherung von Informationen, die auch Rückschlüsse auf den Arbeitgeber zulassen» sagt UBS-Sprecher Andreas Kern im Interview.

Nicht schlimm würde man meinen, dann wird in der grössten Schweizer Bank endlich mal wieder gearbeitet, was sich ev. für einmal positiv auf den Aktienkurs auswirken könnte.
Doch die Theorie hat Lücken. Schliesslich ist Facebook in internationalen Konzernen wie Novartis oder Roche nach wie vor erlaubt. Auch die Bundesverwaltung kennt (komischerweise) nach dem Foto-Datenskandal immer noch kein Social-Networking-Verbot. Ausgerechnet, möchte man sagen:

„Botnetz-Kriminelle sind aggressiv und machen nicht einmal vor der Bundesverwaltung halt. So wurden Ende letzten Jahres rund 500 E-Mails an die Mitarbeitenden geschickt. Diese Nachrichten waren personalisiert und betrafen einen vermeintlichen Fotowettbewerb. Der gefälschte Absender war ebenfalls eine Bundesstelle. Wer auf den Link zur Teilnahme klickte, landete auf einer täuschend echten Kopie einer Bundesseite. Doch befanden sich die  Bundesangestellten  dann tatsächlich bei einem Service Provider in einem afrikanischen Staat und luden sich eine Malware herunter.

Und Opfer einer DDos-Attacke wurde unter anderem im letzten November die Swisscom. Beinahe 3500 Kunden bekamen die Auswirkungen des Angriffs zu spüren. So war etwa während der Zeitspanne die Online-Version des «Tages-Anzeigers» nicht verfügbar. „
(Auszug: Handelszeitung 27.8.2008, S. 11)

Könnte es also doch sein, dass die UBS für einmal richtig reagiert? Vermutlich handelt es sich dabei jedoch um einen verfehlten Aktionismus, gepaart mit Hysterie. Denn: Sicherheitsrisiko Nr. 1 global operierender Firmen sind nach wie vor Laptops oder die Idioten, die sie benutzen.