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Idiot des Tages: Capleton

Die Geschichte könnte auch den Titel tragen: Die Rache des Capleton.

Alternativ ginge auch: Das Versagen von Baselstadt

Zuerst wollte er kommen. Dann durfte er nicht mehr kommen. Dann kam er doch und sagte «I’m definitively upset» und ging wieder.

Später kommentierte Herr G. Schmid folgendermassen:

« (…) Es kommt immer hauefiger vor, dass bei der Ausuebung des Rechts auf freie Meinungsauesserung (uebrigens ein Menschrecht), Personen Nachteile befuerchten muessen, die Meinungen haben, die politisch nicht korrekt sind.»

Und wir erinnern uns in den Worten Peter Thommens:

1989 wurde in Basel bei der Heuwaage ein Schwuler von vier Jugendlichen verfolgt, in der Toilette mit Benzin übergossen und angezündet. Aus einer „Haltung von Normalität“ heraus… Es herrschte grosse Betroffenheit in der ganzen Stadt. Nach 19 Jahren ist dieses Verbrechen schon wieder vergessen. Wieso muten eigentlich heute Heterosexuelle Schwulen zu, über unbestrittene Mordaufrufe zu „diskutieren“?

Noch Fragen?

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Tag der Diskriminierung

Gestern haben wir an dieser Stelle vom Sieg der Schwäne über die Schweizer Behörden berichtet. Und auch heute schreiben wir über Diskriminierung – allerdings nicht über Tiere sondern Menschen.

Es ist an der Zeit etwas progressiver zu denken. Witze am TV auf Kosten von Minderheiten sind schlicht passé. Eine Tatsache die bei Ricola nach wie vor nicht angekommen ist. Der Zältli-Konzern, der schon seit einiger Zeit im Verdacht steht latenten Rassismus zu betreiben (Chinesen können das „R“ sehr wohl aussprechen), kann es einfach nicht lassen, sich über andere Volksgruppen lustig zu machen. Neustes Werbespot-Opfer sind die Eskimos Inuit, (Ricola hat den Spot bereits wieder vom Netz entfernt.) Der Logik folgend wären nun eigentlich die Neger Schwarzen dran.

Wo wir gerade von Negern Schwarzen sprechen, auch Basel bekundet offensichtlich Mühe mit Minderheiten, allerdings nicht mit speziellen Volksgruppen, sondern mit sexueller Orientierung. Schwarze Ragga- und Reggae-Künstler haben nicht gerade den besten Ruf, wenn es um die Akzeptanz von schwulen Männern geht. Der «Battybwoy» scheint Künstler wie Buju Banton, Bounty Killer oder Capleton einfach zu sehr in ihrer Männlichkeit zu bedrohen.

Entsprechende Proteste von Battybowy Schwulenorganisationen, namentlich bei der Kaserne Basel, haben nichts gebracht. Denn Capleton verpflichtete sich zwar dazu, bei seinem Konzert Anfang November auf «Battybwoy»-Songs zu verzichten, auf jamaikanisch heisst das allerdings so viel wie: Ich spiele zwar den Song, singe selber aber nicht mit, den Refrain kennt die Crowd ja sowieso auswendig.

Vielleicht könnte irgendwer Ricola informieren, dass es durchaus passen würde, allfällige Spots über Neger Schwarze mit Buju Banton’s «Boom Bye Bye» zu unterlegen. Ich mag Ragga zwar gerne hören, aber irgendwann kommt man in ein Alter, in dem man nicht nur mitsummt, sondern auch anfängt, die Texte zu verstehen.

In dem Sinne:

(Its like) Boom bye bye
Inna batty bwoy head
Rude bwoy no promote no nasty man
Dem haffi dead
Boom bye bye
Inna batty bwoy head
Rude bwoy no promote no nasty man
Dem haffi dead

Wie war das noch mal mit der Anti-Rassismus-Strafnorm?