ESC – Der Exklusive Schwachsinns-Contest der Medien

Du hast so lange rum gesessen, Punkrock hast du längst vergessen. Deine Roots hast du verraten. Jetzt bist du am warten auf die nächste grosse Zeit, die dich zurück nach vorne treibt.
Céline Dion feat. Oli Schulz – Die Ankunft der Marsianer

Die Schweizer und der ESC. Es ist ein Drama.
Nicht das Ausscheiden. Nein, das ist völlig in Ordnung und durchaus berechtigt. Das Drama ist das Drama nach dem Drama. Diese Dramen tragen Namen wie Chris von Rohr, Sandra Studer oder H. Elias Fröhlich. Und ihre Epen stehen in Blick, 20 Minuten und im Blick am Abend.
Im Vorfeld wurden die Offbugs (kommt gut, OFFbugs) in den Himmel gelobt. Coole Einstellung, nix zu verlieren oder wie die Jungs zu sagen pflegen „gehen wir mal raus und blasen den 15 Nasen das Hirn raus“. Normal halt. Wir sprechen ja vom ESC, dem Exklusivsten Schwachsinns Contest Europas.

Das Ausscheiden war nur logisch. Denn Musik ist Show, Europapolitik dramatisch und ein Contest ist laut Definition ein Wettbewerb. Und die Offbugs sind halt nur eine Band – immerhin eine solide, so eine Art musikalisches Schweizer Sackmesser. Die einzelnen Bestandteile mögen mit den Jahren wechseln, aber der Name hält was er verspricht. Doch damit gewinnt man keinen Schwanzvergleich der Messerwerfer.
Nun ein Drama zu machen und das ewig mediale „wollen wir nicht doch nicht mehr nicht mitmachen?“-Drama predigen ist völlig überflüssig. Auch Kritik an den Offbugs zielt ins Leere. Es war von Anfang an klar, dass dies im besten Falle etwas Gratiswerbung für die Basler werden würde. Notabene vom Steuerzahler finanziert. In Anbetracht, dass wir für weit dümmeres Geld ausgeben (siehe Ali), geht das in Ordnung. Die Offbugs danken es. „Hey, unser Song stand heute Morgen auf Platz eins der schwedischen iTunes Alternative-Charts. Geil, oder?“ (BlaA von gestern/S.3).

Ja, doch. Geil. Das mögen wir ihnen gönnen. Den hiesigen Boulevardmedien aber verleihen wir für die ewig wiederkehrende Copy-Paste Argumention den Panik-Pokal des Monats Mai. Schnauze jetzt, es reicht. Bobo und Piero kamen nicht mal in die schwedischen Alternativ-iTunes-Charts. Deswegen forderte ja niemand, dass man iTunes oder gar Schweden abschafft.

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Eine Antwort zu “ESC – Der Exklusive Schwachsinns-Contest der Medien

  1. Zu ESC kein Kommentar. Allerdings die Sache mit dem Ali wollte mir ja nicht mehr aus meinem Zwischenspeicher raus.

    Nun habe ich ein paar Dinge, vornehmlich USB-Geräte, gefunden die definitv eine noch dämmlicher Investition sind.

    Dinge die die Welt nicht braucht

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