R.I.P .CH

Manchmal wünscht man sich echt, man würde mit seinen Prognosen nicht derart ins Schwarze treffen. Die Gratiszeitung .CH wird per sofort eingestellt. Bereits heute ist die letzte Ausgabe erschienen. Obwohl wir auch .CH immer wieder inhaltlich kritisiert haben, bedauern wir die Einstellung der Zeitung. Wir schliessen uns der strikten Forderung der Gewerkschaft nach einem Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter an. Es kann nicht sein, dass die Quote der arbeitslosen Journalisten in der Schweiz mittlerweile höher liegt, als in die jeder anderen Berufsgruppe.

Wir betonen noch einmal, dass wir mit diesem Blog nicht zur Reduktion, sondern zur Verbesserung der bereits existierenden Produkte beitragen wollen.

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11 Antworten zu “R.I.P .CH

  1. Es kann nicht sein, dass die Quote der arbeitslosen Journalisten in der Schweiz mittlerweile höher liegt, als in die jeder anderen Berufsgruppe.

    Gibt es dazu Zahlen?

  2. Dose E.S.K

    Das Bundesamt für Statistik verfügt mit grosser Sicherheit über entsprechende Zahlen, die diesen Befunde belegen. Diese konkrete Aussage entspringt allerdings einer persönlichen Einschätzung.

  3. Irgendeine Berufsgruppe muss ja die höchste Quote haben.

  4. Die Qualität der sog. Qualitätsmedien (wohl als Gegensatz zu Online-Medien gedacht) hat in letzter Zeit arg eingebüsst. Es fragt sich halt schon, wieviele Zeitungen es verträgt, die einfach plus/minus SDA Mitteilungen abdrucken. Und ob die Gratiszeitungen wirklich die Zukunft sind, wäre eine nächste Frage.

  5. Da es nun das .CH nicht mehr gibt, orakle ich, dass es demnächst auch das „Störmanöver“ NEWS nicht mehr geben wird.

    Gerne nehme ich Wetteinsätze entgegen :o)

  6. Pingback: Punkt, Punkt, Komma, Strich « Journalistenschredder

  7. Dose E.S.K

    @Fahnenflüchtling – da wäre ich mir nicht so sicher. NEWS war zwar einst als Störmanöver gedacht, spätestens aber seit der ominösen „Neuausrichtung“ der Gratiszeitung .CH ist das Zielpublikum alles andere als homogen. Hätte es einen Grund gegeben NEWS einzustellen, hätte die TA-Media wohl schon vor Monaten gehandelt. Nicht zu vergessen, dass NEWS ein Gemeinschaftsprodukt ist, das vor allem für die Basler Zeitung einen hohen Stellenwert hat.

  8. @Dose E.S.K: Nun ganz so so sicher bin ich mir diesbezüglich nicht. Bin mir wohl bewusst, dass News für die Basler Zeitung, wie wohl auch für die Berner Zeitung einen hohen Stellenwert hat. Doch ich bezweifle, dass dies auf lange Zeit genügt.

  9. Die Frage ist eher, ob dieses Gemeinschaftsprojekt noch von Relevanz sein wird wenn Tamedia die Basler Zeitung Mediengruppe zu schluckt.

    Derzeit kolportiert Tamedia wieder hartnäckig das alte Märchen von den jungen Lesern, die mit NEWS an die Tageszeitung herangeführt werden sollen. What a joke. (Verarschen kann sich die Jugend auch selbst, dies nur so nebenbei bemerkt).

    Allerdings sehe ich nicht ein, weshalb eine doppelte Drohkulisse (NEWS, 20Min) effektiver sein soll, allfällige Konkurrenten, die jetzt vielleicht tatsächlich für einen kurzen Moment ihre Gratiszeitungspläne wieder aus der Schublade holen (z.Bsp. Mittelandzeitung), effektiver davon abzuhalten. Das Problem: Selbst eine Low-Budget-Gratiszeitung würde ein paar Milliönchen kosten, die im gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfeld wohl niemand aufzuwerfen bereit ist.

    Mit der gleichen, nicht sehr logischen, Begründung könnte Tamedia auch in der Westschweiz zwei Gratiszeitungen betreiben. NEWS ist definitiv dead Print walking.

  10. Pardon, das war definitiv zu früh abgeschickt…ich verkaufe mindestens ein „zu“ und möchte die Damen und Herren im Backoffice darum bitten, noch alle Kommas richtig zu setzen…

  11. Dose E.S.K

    Gott, was das wieder an Mehrarbeit kostet! Wo wir doch keine Zuschläge bezahlen und die Leute nur Sonntags von 0300 bis 0600 und Sonntagabends von 1900 bis 0100 arbeiten lassen!!!

    Trotzdem finde ich, hast du irgendwie recht. Soweit hab ich heut noch nicht gedacht. NEWS ist früher oder später dead-by-walking. Aber, noch ist es nicht so weit. Und noch ist die BAZ nicht Teil der Ta-Media. Und ich behaupte, da hat auch die NZZ noch ein Wörtchen mitzureden. Und der liebe Herr Wanner würde auch gerne, was aber nicht geht, solange Ol‘ Hagemann noch am Drücker sitzt. Aber, wie lange sitzt der noch.. und was mach die „P“ ublicitas mit ihrem BAZ-Anteil? Und was entscheidet die WeKo in so einem Fall?

    Fragen über Fragen..

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