Rogers Reformkünste

Vorgestern haben wir uns darüber beschwert, dass der Spiegel die schweizer Politik in ein falsches Licht stelle. Genauer gesagt: „Ich frage mich lediglich, ob eine Schweizer Zeitung diesen Artikel gedruckt hätte – schlicht und einfach, weil das nicht viel mit der Realität zu tun hat, so wie wir sie hier wahrnehmen„. Da hatte ich die Rechnung aber noch ohne Herrn Roger Köppel gemacht, seines Zeichens CR der „Weltwoche“.

Natürlich druckt Köppel einen entsprechenden Artikel von Kollege Pierre ab. Die beiden arbeiten ja schon seit Ewigkeiten zusammen. Lustigerweise stört mich aber nicht Heumanns Analyse, welche in der WW ironischerweise dezenter ausfällt als im Spiegel. Nein, es ist Köppels Editorial-Aufruf, der mich irritiert. Neu-Ehemann Roger hat den Spiegel-Artikel offensichtlich etwas zu genau gelesen. Denn Heumanns Thesen bieten dem Verleger eine ideale Plattform um gegen die Bundesräte Merz und Calmy-Rey zu argumentieren. Es interessant zu beobachten, wie eine Anti-Rassismuskonferenz unter UNO-Protektorat zu einem Instrument der schweizerischen Aussenpolitik verformt wird.

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Eine Antwort zu “Rogers Reformkünste

  1. Woher kommt die Köppel’sche Beisshemmung gegenüber Israel?

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