Tagesarchiv: 17/04/2009

Rapper, Hofnarr, Idiot

Heute ist Stress-Tag. Im 20 Minuten, in der Berner Zeitung und, genau, in der NZZ. Die Medien feiern einmal mehr einen Rapper, dessen Texte nur die Romands verstehen und deswegen, verständlicherweise auch ignorieren, der bei uns aber längst zum Star geworden ist, weil er auf seinen Platten vorhersagbare, ideenlose Rhymes mit hässlichen Beats à la Yvan und Bligg quält.

Immerhin wagt es die NZZ, den Armleuchter aus Lausanne etwas kritisch zu begutachten. Auch wenn sich die erste Hälfte des Textes wie die Biographie liest, die Stress gerne selbst geschrieben hätte, keimt im Rest des Textes ein Unbehagen. Schade eigentlich, dass dabei nicht auch mehr auf sein Wirken als Werbeträger eingegangen wird. Längst ist Stress eine PR-Maschine geworden. Dabei scheint es dem „Pion“ längst egal zu sein, für wen oder was er wirbt. Hauptsache, es bringt Kohle.

Beweis gefällig? Stress auf Dankesrunde beim Blick.
Und was machen die emsigen Journis? Klar, eine Seite Strelanie. Mit Sex-Garnitur.
Wetten, dass sich dieser Pornostreifen gleich doppelt so gut verkauft?

Nieder mit den Freizeitjournalisten!

Bunt ist sie. Und dämlich. Die Werbeanzeige für den neuen Jason Statham-Film „Crank2“, wie sie beispielsweise gestern im BaA zu sehen war, auf Seite 19.

Ein Riesenspass! – lese ich. Und dazu das Zitat: „Übertrifft den 1. Teil, in dem er die Temposchraube nochmals anhebt“. Erschienen ist das Zitat in Blickpunkt Film.

Eine Schraube kann man drehen. Ein Tempo steigern. Nieder mit den Freizeitjournalisten.