Vagina-Journalismus

Heute mit einem Bericht aus der Abteilung „primitiv und dumm

Vagina-Journalisten und Journalistinnen definieren sich dadurch, dass sich ihre Berichterstattung entweder hauptsächlich um das weibliche Geschlechtsteil oder um Situationen, welche hauptsächlich durch das weibliche Geschlechts beeinflusst werden, dreht.

Momentan prägen drei Journalistinnen die vaginale Hofberichterstattung, die da sind: Michèle Roten (Analyse der eigenen Sexualität als Massenkommunikation), Charlotte Roche (Analyse der eigenen Sexualität als Bestseller) und Alice Schwarzer (Analyse der eigenen Sexualität als Grundlage des Terrorismus).

Nicht nur, dass der Vagina-Journalismus extrem härzig, repetitiv und dadurch vor allem langweilig wirkt, derzeit ist er vor allem auch inflationär. Wenn Michèle Roten heute im Magazin eine lesbische Anwältin interviewt, die eine Vagina-fokussierte Community betreibt, deren neustes Projekt ein Vagina-Buch und dessen Highlight wiederum eine Analyse der Vagina der Mutter ist, dann ist dies der Overkill in Sachen Vagina-Journalismus.

Ich krieg demnächst eine Vagina-Allergie. Danke Michele. Wenn das so weiter geht, fang ich auch an zu twittern. Irgendwas muss man ja tun, wenn Sex keinen Spass mehr macht.

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4 Antworten zu “Vagina-Journalismus

  1. Auch wenn es jetzt wie Mobbing rüberkommen mag, ist es doch die Reine Wahrheit: Gerade weil sie so vorhersagbar geworden sind, lese ich diese Kolumnen nicht mehr. Vielleicht trägt auch der dröge Fanklub, der mit lobhudelnden Kommentaren langweilt, das seine dazu bei.

  2. fahnenfluechtling

    Eventuell handelt es sich bei diesem ganzen Vagina-Journalismus um eine verspätete Verarbeitung des Penisneids. Beziehungsweise um eine verspätete Ausreifung der Adoleszenz in welcher diese Frauen erst ihre Vagina entdecken. Oder es handelt sich dabei um eine pervide Art eine frühkindliche Angst bei uns Männern zu erwecken. Fürchteten wir uns als kleine Jungs noch vor der Abwesenheit des Penis bei Frauen, müssen wir uns nun davor fürchten Dinge über Vaginas zu erfahren, die wir gar nicht Wissen wollen, da sie eine traumatische Wirkung haben können.

  3. phenomics

    Schlimm, echt. Vor 100 Jahren waren es Freud und Penisneid, jetzt sind es LEute wie Roche und Schwarzer mit Vaginaphilosophie. Was wird dann in Zukunft sein? Die Gleichberechtigung von weiblichen Brustwarzen? „Shame us for anus“?
    Ich weiss wirklich nicht, wie man sowas ernst nehmen soll (als wenn es nicht wirklich wichtigere Dinge gibt, mit denen man sich beschäftigen können).
    Persönlich zitiere Ich gern „Kindergarten Cop“ dafür: „Mein Vater hat mir gesagt: Jeder Junge hat einen Penis, jedes Mädchen eine Vagina“. Man sollte aus „trivialen“ Sachen keine Wissenschaft machen.

  4. liebe hose, ich hoffe, ich darf dich doch so nennen. auch ich bin stolze vaginaträgerin, was nicht heisst, dass ich die ganze zeit darüber reden noch schreiben muss. man hat sie, oder eben nicht. hu kärs!

    bei der charlotte muss ich richtigstellen – ich habe leider, leider das buch gelesen – dass sie viel mehr von einer anderen öffnung schrieb, als von ihrer pussy. und ich fand das buch grauenhaft!

    die roten finde ich doof. da gibt es unzählige blogger, die besser schreiben als sie.

    die alice macht das irgendwie gut. man muss extrem sein, um manchmal überhaupt angehört zu werden. klar übertreibt sie, aber das ist ein legitimes mittel.

    und der einzige grund, wieso ich neidisch auf ein schnäbi sein könnte, ist, wenn ich an open airs ufs hüsli muss.

    lass dich nicht einschüchtern, liebe hose, denn sex besteht nicht nur aus vagina. eine frau hat noch mehr am körper. aber was erzähle ich dir da, das weisst du ja ;-)

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