Kollegenschelte Teil II

Nicht nur bei Ringier wird mediale Selbstreferentialität derzeit gross geschrieben. Auch die Berner Zeitung kommentiert gerne, was die Konkurrenz so treibt. Pflichtbewusst wird die Meldung dann von Newsnetz aufgenommen und an alle angeschlossenen Medien verteilt.

Es ist ein alter Hut, dass sich SRG-Boss Armin Walpen und Medienguru Roger „Icordo“ Schawinski nicht ausstehen können. Walpen besitzt die Seele einer Mimose, Schawinski das überblähte Ego eines römischen Imperators. Wenn der Streit erstmal vom Zaune gebrochen ist, fallen beide in das mentale Stadium eines Zehnjährigen zurück.

Vergangenes Wochenende kanzelte Walpen Schawinskis Alter mit „jenseits der biologischen Grenze“ ab, worauf Schawinski per Blog mit folgenden Sätzen konterte: „Für einen lebenslangen Apparatschik ist die drohende Pensionierung mehr als nur der Beginn der Bedeutungslosigkeit.“

Da streiten sich also zwei mehr oder weniger mächtige und schon etwas betagtere Herren auf erbärmlichem Niveau und unterhalten mit ihrem Gehabe eine  neidische, betagte und nostalgische Elite. Schön, dass David Vonplon die hämische Randnotiz der Berner Zeitung gleich zu einer ganzen Story aufgeblasen hat. Das ist Journalismus der hohen Schule.

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Eine Antwort zu “Kollegenschelte Teil II

  1. Pingback: Nebenbei notiert | Daumenschraube.ch

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