Wie der Spiegel die Schweiz sieht

Eigentlich  mag ich die Polemik um, von und mit Peer Steinbrück nicht mehr hören und auch nicht mehr lesen. Wenn aber ein schweizer Journalist im deutschen Spiegel das Verhältnis Deutschland-Schweiz aus der Sicht eines schweizer Deutschen beschreibt, dann werde ich hellhörig.

Eigentlich wäre Mathieu von Rohr, Absolvent der sagenumwobenen Henri-Nannen Schule in Hamburg Redaktor im Ressort „Ausland“. Wenn es allerdings um Schweizer Politik geht („Ausland“), insbesondere um SVP-nahe Themen, dann wird Mathieu abkommandiert – oder lässt sich abkommandieren, wobei ich eher auf das Erstere tippe. Nun ist Amok-Peer (das passt auch hier) aber eher eine FDP-Angelegenheit. Nicht nur, weil das betroffene Departement derzeit in den Händen dieser Partei liegt, sondern auch weil Finanz- und Wirtschaft in der Schweiz geschichtlich gesehen eher liberal statt konservativ geprägt sind. Dementsprechend entgleist der Artikel auch ziemlich, wird es aber vermutlich trotzdem in die Printausgabe der kommenden Woche schaffen.

Warum? Ganz einfach. Weil sie in Hamburg derzeit niemand haben, der auch nur einigermassen über schweizer Politik Bescheid weiss. Und so muss halt ein ehemaliger BAZ-Feuilletonist den Kopf hinhalten.

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3 Antworten zu “Wie der Spiegel die Schweiz sieht

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