Markus Kavka vs. die Blog-Klauer

Es gibt ein paar Dinge im Leben, die mir Halt geben. Zum Beispiel, dass Blogger uns gerne den einen oder anderen Beitrag klauen, oder dass Markus Kavka zwar älter wird, aber nicht uncooler. Und das, obwohl er bis vor kurzem nicht einmal einen Laptop, geschweige denn ein Facebook- oder Myspaceprofil besass.

Die Blogger klauen zwar munter weiter, Markus Kavka aber ändert seine Taktik. Ab morgen präsentiert er seine neue Online-Sendung „Kavka vs. The Web„, eine Art Myspacer der Woche, eine Nabelschau für Armleuchter, offiziell abgesegnet von Microsoft. Zuerst dachte ich, ich hätte mich verhört. Dieser hodenrasierende Berufsjugendliche (das sind seine Worte, nicht meine), der seine Freizeit bisher in Plattenläden und schummrigen Lokalen verbrachte, der immer auf der Suche nach neuen Bands und schrägen Subkulturen war, verbringt seit ein paar Monaten die meiste Zeit online. Und das auf richtig uncoole Art und Weise. Er added praktisch jeden Penner der ihn auf Myspace anklickt, hört sich bei LastFM durch neue Musik und durchstöbert das Netz nach unbekannten Bands. So wie ein richtiger Nerd halt. Mit Rock’n’Roll à la Kavka-MTV-News hat das wenig zu tun.

Wenn die letzten Bastionen, die einem im Leben halt geben, fallen, dann ist es Zeit sein Konzept zu überdenken. Vielleicht sollte ich auch einfach anfangen, mir meine Blogs zusammen zu klauen.

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5 Antworten zu “Markus Kavka vs. die Blog-Klauer

  1. Manchmal denke ich, es hakt bei gewissen Leuten, die im Internet publizieren. Wie um alles in der Welt kommen Sie auf die Idee, ich hätte das Thema Kummer und WOZ bei Ihnen „geklaut“? Auf den Artikel von hossli.com bin ich durch einen Link von medienlese.com gestoßen. Im Übrigen habe ich bisher immer gedacht, es gehöre zum Wesen der Blogosphäre, andere Blogartikel zu verlinken und deren Themen aufzugreifen. Normale Blogger freuen sich darüber. Das als klauen zu bezeichnen, finde ich schon mehr als dreist.

  2. Dose E.S.K

    Jö, du Armer. Dann frag dich doch mal, wo Medienlese die Hossli-Geschichte her hat.. Und als Tipp: wenn man schon Themen aufgreift, dann sollte man auch so fair sein und transparent machen, woher man sie hat – mittels Verlinkung. Sei es von uns, oder von jemand anderem, der bei uns geklaut hat. In deinem Artikel fehlt jede Referenz. Es liegt auf der Hand, dass du als Deutscher weder die WOZ noch Hossli kennst.

    Im Übrigen hab ich nix gegen Diebstahl, ich seh das als Kompliment. Mich amüsiert das lediglich, wenn es auf so entlarvende Art und Weise geschieht. Ich finde, dass ist, wie wenn du mit geladener Waffe eine Bank überfallen willst und dir am Schalter selbst ins Bein schiesst.

  3. Merken Sie eigentlich, wie lächerlich Ihre Argumentation ist? Muss ich dann auch, wenn ich ein Thema für einen Zeitungsartikel aufgreife, reinschreiben „Auf dieses Thema bin ich durch das Blog von Sowieso gestoßen“? Ich glaube, das wäre der erste Satz, den mir der Redakteur rausstreichen würde.
    Grundsätzlich bemühe ich mich immer, Blogs zu verlinken, durch die ich auf ein Thema gestoßen bin, im Kummer-Eintrag hab ich das in der Eile des Gefechts vergessen. Daraus jedoch eine Forderung abzuleiten und von „Klauen“ zu sprechen, ist einfach nur lächerlich.

  4. Dose E.S.K

    Sie..? Redakteur..? Artikel..? Also bitte.. das hier ist ein Blog und keine Redaktion. Oder sieht mein Avatar etwa so aus, als hätte er Lust etwaige Blogregeln zu erklären?

    P.S. Mein Avatar ist ein Hund und kein NZZ-Redaktor.

  5. Pingback: Medienlese: Der Nachruf von Dumk Opf « Hose&Dose

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