Tagesarchiv: 18/02/2009

Idiot des Tages: Facebook erleidet Doppelschlag

one-two-punch, Super-GAU. Wie auch immer man es nennen will, aber wenn Facebook nach heute nicht tot ist,  dann hilft nur noch ein globaler Stromausfall. Nachdem Facebook vom ersten GAU, den neuen Nutzungsbedingungen, kleinlaut zurückgerudert ist, hat der Datenwachschutz nachgetreten. Offenbar sind sensible Serverdaten online verfügbar und werden Hackern Tür und Tor öffnen. Nicht nur sind private Fotos, PGP Keys (!) und Emails zugänglich sondern auch Informationen über die Facebook-Server. Sowas muss böse Folgen haben.

(Hab ich schon erwähnt, dass mir das total egal ist, da ich keinen Facebook-Account besitze?)

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Blöder mit Blick – Heute: Hans-Ulrich Solenthaler

Vollmundig reisst der Blick die Geschichte bereits auf der Titelseite an:

„Das ist der neue Armeechef“

Dazu schöne, bunte Buttons mit Wörtern wie „Exklusiv“ und „Nef-Nachfolger“. Ich mag das, wenn ein Artikel leuchtet wie Antonios tiefergelegter VW-Lupo Freitagabends um 22 Uhr. Während Antonio aber nicht nur behauptet einen Lupo zu besitzen (weisch, ich steck ebe mims Gäld ims Soundsystem und nöd is Automarke), stinkt der Blick daneben gewaltig ab:

Die Würfel sind gefallen

Jaja, genau. Darum ist die Abstimmung im Bundesrat auch erst am 25. Februar.

Aber BLICK weiss schon jetzt: Gewählt wird Divisionär Hans-­Ulrich Solenthaler, der Wunschkandidat des neuen VBS-Chefs Ueli Maurer.

Wieso? Weil Neo-Hausi den Bundesrat im Sack hat?

Solenthaler selber hat sich selbstbewusst ins Spiel gebracht: Ja, er wolle die Milizarmee in die Zukunft führen, sagte er letzte ­Woche im «Tages-Anzeiger». Und betonte: Er sei auf Herz und Nieren geprüft worden. Damit will Solenthaler sagen: Ich habe keine Leichen im Keller!

Was für ein hervorragendes Qualifikationskriterium! Da kann der Bundesrat gar nicht anders als zustimmen. Das ist mit Abstand die dümmste Blick-Geschichte seit langem. Ich finde keinen einzigen plausiblen Grund für Solenthalers Wahl bis auf einen Nebensatz am Ende der Geschichte:

Der Militär von altem Schrot und Korn geniesst aber über die SVP hinaus grossen Respekt. Vor allem dank seiner guten regionalen Verankerung.

Dies trifft aber – wohlgemerkt – nicht nur auf Solenthaler zu. Sollte der Blick am Ende trotzdem recht behalten, dann sei hier noch darauf hingewiesen, dass die Auswahl eh nicht sonderlich gross war.

Ich geh dem Antonio jetzt mal lüfteln.