Tagesarchiv: 03/02/2009

Post Personal News – Ein teurer Spass

Dass die Post im Zeitungsmarkt mit mauscheln will, ist bekannt. Nicht klar war mir allerdings, wie genau die Post dies anstellen will. Da die Printmedien aus verständlichen Gründen einen grösseren Bogen um das Thema machen, hat mir die Tagesschau gestern etwas ausgeholfen.

Was heisst hier etwas. Der Beitrag war gut.  (An Stefan Tabacznik habe ich im Normalfall nicht viel auszusetzen)

Sendung (Wie immer bei SF funzt der Link nicht): Personal News vom 2.2.2009

Die Idee der Post ist folgende: Aus einem Angebot an Zeitungsseiten stellt sich der Rezipient seine persönliche, so genannte „personal news“-Zeitung zusammen. Das heisst : beispielsweise Inland vom Tages Anzeiger, Regionalteil der Südostschweiz und dazu den Wirtschaftsteil der Washington Post. Klingt gut? Leider nur vordergründig.
Erstens beteiligen sich nur wenige Zeitungen an dem Projekt (20). Davon stammt die Mehrheit aus dem Ausland. NZZ, Bund oder Basler Zeitung sucht man beispielsweise vergeblich. Dafür kriege ich das Zofinger Tagblatt. Juhui.
Zudem lässt sich die Zeitung elektronisch wie auch „druckfrisch“ ordern. Das bedeutet: Die Post druckt die einzelnen Angebote und lässt sie anschliessend ausliefern. Dummerweise arbeitet das genannte Druckzentrum laut Tagesschau bereits mit 100 Exemplaren am Limit, so dass sich eine Kapazitätssteigerung auf die Lieferkosten auswirken dürfte.

Das ganze läuft als Versuch, hört man hier und da, und soll bis Ende Februar erste Ergebnisse liefern. Manchmal heisst es, die maximale Teilnehmerzahl sei bereits erschöpft und liege bei 100 Personen, dann wiederum liest man von über 300 Abonnenten, die der Service bereits haben soll.

Bestellen kann man den Wisch allerdings immer noch. Ich habs probiert. Und dann gemerkt, dass die „personal news“ weit teurer ist, als jede Tageszeitung, die ich am Kiosk kaufen kann.
So gesehen, ist das Projekt in meinen Augen gelaufen. Auf Wiedersehen.

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