Tagesarchiv: 29/01/2009

Ron Orp und die Journalisten – Die Liste

Die Geschichte wird immer besser und die Liste der beteiligten Journalisten entsprechend länger.
Dafür, dass solche Aufrufe nur in seltensten Fällen überhaupt zu einer Replik führen, wie hier mehrfach von Journalisten behaupten wurde, kommt die Methode auffällig häufig zum Einsatz.
Aus diesem Grund, und in Anlehnung an die Diskussionen diese Woche darüber, ob und unter welchen Umständen es legitim sei, als JournalistIn auf solche Mittel zurück zu greifen, führe ich von nun an eine Liste.

Medienhäuser mit qualitativem Redaktionsstatut, die bereits bei Ron Orp inseriert haben:

– SRDRS
– SF x2 (Neu)
– TA-Media (Neu)

Journalisten, die bei Ron Orp nach Protangonisten suchen lassen:

mireille.jaton@sf.tv (Aeschbacher)
andre.ruch@sf.tv (Puls)
flurin.maissen@srdrs.ch (Doppelpunkt)
anuschka.roshani@dasmagazin.ch (Das Magazin)

Wobei Anuschka Roshani´s Anzeige mein bisheriger Favorit ist:

Wir von der Redaktion des „Tages-Anzeiger-Magazins“ suchen dringend Frauen, die in wenigen Sätzen erzählen, auf welch haarsträubende Weise sie schon mal von einem Freund verlassen wurden (z.B. per sms, mail oder mit einer besonders blöden Begründung), und die sich dafür auch (in den nächsten Tagen) fotografieren lassen. Tel. 044 248 4413 oder 044 248 4617.

Vielleicht sollte ich mal anrufen. Ich wurde diese Woche auch verlassen. Von meinem guten Glauben. Per Forum. Zählt das?

Agenda Setting – Oder was die Aargauer Zeitung nicht kann

Dass mich die AbschlussredakteurInnen der Aargauer Zeitung regelmässig zur Verzweiflung treiben, ist keine Neuigkeit. Folglich sollte es mich auch nicht überraschen, wenn sich gravierende Fehler auf dieselbe Art und Weise wiederholen.

Wer heute nach dem Gewinner der Hockey Champions League sucht wird in jeder Schweizer Zeitung bereits auf dem Titel fündig, ausser in der Aargauer Zeitung. Dort steht gar nichts. Nicht einmal eine Randnotiz. Dass es sich hierbei lediglich um einen historischen Erfolg, ja den grössten Erfolg eines Schweizer Hockey-Clubs ever handelt, macht die Sache nicht wirklich besser.

Bereits beim letzten derartigen Aussetzer wurde ich etwas stutzig. Die Redaktion des Mantelteils gilt nicht unbedingt als ehrgeizigste Truppe des Landes. Wenn man bedenkt, dass das Spiel bereits um 19.30 begonnen hat, ist es tatsächlich etwas schäbig, wenn nicht einmal das Schlussresultat in der Zeitung zu lesen ist. Oder anders gesagt: Punkt 22 Uhr scheint in Baden keine Sau mehr zu arbeiten.

Das ist selbst für eine Tageszeitung mit regionalem Anspruch eine sehr beschämende Ausgangslage, besonders dann, wenn neue Chefredakteure die Fehler ihrer Vorgänger konsequent weiter pflegen.