Tagesarchiv: 27/01/2009

Sat.1 – Wenn die Sabine mit dem Stefan

Sie ist wieder da. Mama Sabine, die PR-Beauftragte der deutschen Politik, und Stichwortgeberin der Mächtigen kehrt an die Bildschirme zurück. Statt mit der ARD, die mit Pocher/Schmidt in Sachen Ironie offenbar bereits voll ausgelastet ist, verhandelt Sabine Christiansen derzeit aber mit Sat.1.

Wirklich lustig daran ist nicht, dass Christiansen ihr (deutsches) TV-Comeback ausgerechnet in einem Moment wagt, in dem sich eigentlich nicht mal mehr die Deutschen selbst für ihre Politik interessieren, sondern dass Mama Sabine einen Co-Moderator kriegt. Es handelt sich dabei um keinen geringeren als Stefan Aust (Ex Spiegel-Cheffe).

Eigentlich dachte ich, es handelt sich dabei um einen Witz. Seit der Spiegel die Meldung aber bestätigte, muss ich wohl einsehen, dass es den beiden ernst ist. Glücklicherweise ist die Sendung auf fünf Ausgaben begrenzt.

Journalistenlockstoff: Bier?

Wenn sich mit Bier tatsächlich Quellen für Journalisten erschliessen lassen, dann sollte man als fortgeschrittener Praktiker seiner Zunft folgendes bedenken: Bier taugt nur für Männer unter 30. Was macht also der raffinierte Quellenschnüffler? Er verwendet ein fein abgestimmtes Arsenal von Alkoholika als Lockstoffe. Alcopops für unter 18-jährige. Singlemalt für Männer über 50. Weisswein für Frauen über 30. Barolo für Männer über 30. Caipirinha für Frauen aus ländlichen Regionen. Billigen Vodka und Tequila für Minderintelligente. Sangria für Frauen unter 25. Glühwein für pensionierte Polizisten. Senfsäure für Regenwürmer. etc.

Die meisten dieser Materialen zur Quellenjagd sollten in jeder vernünftigen Redaktion sowieso vorhanden sein und belasten damit keines der schon stark strapazierten Verlegerbudgets.