Ron Orp – Oder wie Journalisten recherchieren

So. Nun reicht’s. Irgendwann musste das ja kommen. Und heute ist der Tag, an dem der Kasten zum Überlaufen voll ist.

Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, in denen Journalisten wenigstens selbst in Elternforen und Magersuchts-Diskussionen nach aussagewilligen Teenagern gesucht haben, um ihre Hilfe-ich-bin-zu-dünn-was-soll-ich-tun-Geschichten mit echten Aussagen zu untermalen. Das brauchte zwar etwas Zeit und Feingefühl, aber das Ergebnis wirkte zumindest authentisch. So modern dies klingen mag, das war einmal. Heute geben Journalisten ihre Suchanfragen gleich in „Journalist sucht„-Foren auf. Das Thema spielt dabei keine Rolle mehr.

Oder anders gesagt: wenn ich Lust hätte, könnte ich heute – ohne Aufwand notabene – folgende Menschen spielen:

Eine Auswanderin/ER

Eine Speeddaterin/ER

Erfolgreiche Abnehmerin/ER

Eine Höhenangst Habende/ER

Die Auftraggeber hinter diesen Anzeigen verstecken sich auch nicht etwa, sondern geben sich samt E-mail Adresse zu erkennen. In diesem Falle handelt es sich um einen DRS 1-Redakteur (Doppelpunkt / Schatzchästli), eine freie Ringier-Redakteurin (schöner Leben), die auch für die SOZ schreibt und eine SF 1-Redakteurin (Aeschbacher). Wer jetzt sagt: Ach ist doch egal, Journalisten mogeln sowieso und das ist ja nicht mal mogeln sondern nur eine Such-Erleichterung, mag vielleicht für ein DRS-Praktikum die richtige Einstellung mitbringen, mit Journalismus, so wie ihn Raue/Schneider einst definierten, hat das nichts mehr zu tun. Im Gegenteil. Die Authentizität der Teilnehmer lässt sich so praktisch nicht mehr vernünftig überprüfen. Die Rekrutierung erfolgt völlig assoziations- und kontextgelöst. Und ich mache jede Wette, dass ein mündlicher Test – wenn überhaupt – das einzige Qualifikationskriterium sein wird, dass diese so genannten Experten vom Rest der Welt trennt. Sprich: Gesucht werden Leute mit Hang zur Selbstdarstellung und zum Exhibitionsismus. Mit der Abbildung einer möglichen „Realität“ (Luhmann et al.) hat das nichts mehr zu tun.

Eigentlich müsste man nicht nur die betreffenden (namentlich bekannten) Journalisten vor den Presserat zititeren, sondern auch die entsprechenden Sendegefässe. Das ist Volksverarschung in bester Privatsendermanier.

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26 Antworten zu “Ron Orp – Oder wie Journalisten recherchieren

  1. Pingback: Mitgespeeddatet ? « Journalistenschredder…

  2. Wo ist das Problem bei einem «Journalist sucht…»-Aufruf? Denn einerseits ist aus eigener Erfahrung der Rücklauf sehr gering; o.k., das ist noch kein Argument gegen grundsätzliche Einwände. Aber andererseits: Ein Suchaufruf macht noch keine gute Geschichte. Man muss die Protagonisten, die sich freiwillig melden ebenso abklopfen, wie man dies mit den selbst gefundenen Protagonisten tut. Nicht allein aus Gründen der Redlichkeit, sondern auch um der Qualität eigenen Geschichte Willen. Was nützt mir ein via Forum gefundener Vertigo-Geplagter, wenn sich im Gespräch herausstellt, dass er einfach auch schon einmal Schwindel fühlte – aber regelmässig auf krasse Bergtouren geht?

    Ich würde sogar eine Bresche für Online-Suchaufrufe schlagen, da sie den Suchradius ungemein erweitern.

    PS: Ich suche zurzeit auch Protagonisten für 2 Artikel:
    http://www.matthiasdaum.ch/blog/?p=146
    http://www.matthiasdaum.ch/blog/?p=148

  3. Dose E.S.K

    Ja. Warum eigentlich nicht?
    Vielleicht solltest du deinen Aufruf noch etwas erweitern? Mit etwas Glück musst du die Geschichte dann nur noch korrigieren und gar nicht erst schreiben.

    Und zur Idee, eine Bresche für solche Praktiken zu schlagen: Wer von seiner Heimredaktion mit Ideen und Vorgaben gefüttert wird und diese nur noch mit Blindtext abfüllen muss, wird sich über solcherlei Angebot sicherlich freuen, da hast du wohl recht.
    Für alle anderen gilt: Eine Geschichte ist nur so gut wie ihre Quelle. Denn am Anfang steht in aller Regel die Quelle. Nicht die Geschichte. Aber da varrieren vermutlich die persönlichen Vorlieben.

    Und jetzt gehe ich in die Kirche und zünde eine Kerze an. Eventuell auch gleich die ganze Kirche, in der Hoffnung eine grosse Flamme bewirke ein etwas grösseres Wunder als viele kleine.

  4. Ich sehe Deinen Punkt noch immer nicht: Die Qualität der Quelle hat doch a priori nichts damit zu tun, wie man sie findet. Es geht doch darum, im Gespräch mit der Quelle diese auf ihre Qualität hin zu checken.

    Und nein, am Anfang steht nicht die Quelle, sondern die Idee. Dann sucht man mögliche Quellen – und aus diesen ergibt sich die Geschichte.

  5. Ich versteh auch nicht ganz, was daran schlecht sein soll, seine Interviewpartner online zu finden. Heutzutage ist es doch schon eine Seltenheit, wenn Journalisten überhaupt mit Menschen reden, die ihnen nicht schon bekannt sind. Ich finde, man sollte nicht so kritisch sein mit der Art der Suche. Warum denn nicht im Internet? Irgendwo muss man die Menschen doch finden… oder lernt man immer zuerst die Menschen kennen und macht dann die Story? War das irgendwann mal so?

    Ich glaube zudem ebenfalls, dass die Antworten auf so ein Inserat in der Regel sehr überschaubar sind.

  6. Dose E.S.K

    Matthias, eventuell empfiehlt es sich, meinen Lauftext noch einmal zu lesen und mir danach zu schreiben, was du nicht verstanden hast. Assoziations- und kontextgelöst ist das Stichwort – die Tendenz zur Selbstdarstellung statt zur Fallbezogenheit der Qualitätsrahmen.

    Oder anders gesagt: Mich stört der ungenierte Hang zur Faulheit, den du hier als legitim darstellst. Aber eventuell liegt das daran, dass du mittlerweile zum klassischen Feuilleton-Schreiber mutiert bist. Das würde zumindest erklären, warum du denkst, die Idee stehe am Anfang einer Geschichte.

  7. Immer schön auf den Mann spielen, wenn die Argumente ausgehen – gefällt mir, dieses Credo. Es wäre aber lustiger, wenn auch das Gegenüber mit offenem Visier diskutieren würde.

  8. Dose E.S.K

    Ausnahmsweise einverstanden. Ich hab mich daher auch korrigiert, auch wenn das nicht an den Argumenten liegt. Die stehen. Und meine Meinung bleibt.
    Und nein. Keine offenen Visiere. Siehe dazu auch: https://hosenindosen.wordpress.com/2008/10/12/bloggers-anonymous-iii/

  9. Pingback: Journalistenlockstoff: Bier? « Hose&Dose

  10. Pingback: Freiwillige vor! Suche studentische Versuchskaninchen » Matthias Daum

  11. Mit Verlaub, die Argumentation im Text ist sehr dünn und als Empörungsgrundlage etwas fragil. Da stehen nämlich vor allem Unterstellungen und Annahmen. Als ob die Qualität einer Quelle damit zusammenhänge, wie man sie gefunden hat. Und als ob sich ein Journalist von irgendjemandem irgendetwas erzählen liesse und das dann 1:1 niederschreibt.

    Da wird den Journalisten nur allzu gerne vorgeworfen, sie würden das Internet nicht verstehen. Wenn es dann Journalisten gibt, die das Internet für ihre Arbeit nutzen, wird ihnen ein romantisches Journalismus-Bild um die Ohren genauen, nach dem es nur einen Weg zu einer guten Geschichte gibt.

    Geradezu albern erscheint es mir, wenn man Journalisten vorwirft, sich unkritisch auf irgendwelche halbbekannten Quellen zu stützen, und sich dabei selber nicht zu erkennen gibt. Was leiten wir daraus über die Glaubwürdigkeit ab?

  12. Dose E.S.K

    Seufz. Gott hasst mich.

    Also noch einmal. In v-e-r-s-t-ä-n-d-l-i-c-h-e-n Worten:
    1.) Ein Such-Aufruf im Internet ist nicht Finden sondern klassisches gefunden werden. Wer sich freiwillig meldet ist immer kritisch zu begutachten, da in aller Regel ein HOAX. Wer wirklich etwas zu erzählen hat, dass andere hören wollen, hat es entweder bereits getan oder er hat in aller Regel Hemmungen und meldet sich aus eben diesem Grunde gerade NICHT. Die erwähnten Aufrufe fanden hier in sinn- bezugs- und kontextfreiem Zusammenhang statt. Daher eignet sich diese Methode nicht für solche Aktionen, sondern ist, in diesem speziellen Fall, mehr Ausdruck von Ideenlosigkeit und Faulheit. Noch dazu handelt es sich hierbei um Aufrufe von RedaktorInnen, deren tägliche Arbeit genau darin besteht, solche Menschen zu finden.

    2.) Wer einmal für deutsche Produktionsfirmen tätig war, wird hier eine auffallende Parallele erkennen: So genannte Casting-Shows rekrutieren ihre selbst ernannten Experten und Protagonisten auf genau diese Art und Weise. Mit Aufrufen in „Trend-Foren“. Denn dort tummelt sich die „telegene Mediengesellschaft“. Wobei der Begriff „Casting-Show“ mittlerweile ein relativ breites Feld der deutschen Underhaltungsindustrie abdeckt und der Bedarf an Darstellern so gross ist, dass es vielen Projektleitern mittlerweile egal ist, ob die Geschichte real oder „enhanced-real“ ist.
    Budget und Zeitknappheit sowie maximale Rentabilität sind einige der bekannten Gründe dafür.

    Conclusion:
    ——————
    DRS und SF (Ringier ist mir egal) sind gebührenfinanzierte Qualitätsmedien. Die Sendung Doppelpunkt, um die es hier im Speziellen geht, ist eines der Flaggschiffe von DRS1 und fällt unter die Richtlinien des Service Public. Solche Praktiken kommen daher für Leitmedien mit Qualitätsanspruch nicht in Frage. Und das ist auch genau der Grund, warum mein erster Satz lautet:

    So. Nun reicht’s. Irgendwann musste das ja kommen. Und heute ist der Tag, an dem der Kasten zum Überlaufen voll ist.

    Solange private Zweitklassblätter ihre Protagonisten auf diese Art rekrutieren, ist mir das egal. Mangelnde Erfahrung und Weitsicht im Namen eines „aufgeschlossenen Internetjournalismus“ dürfen nicht als Diskussion- und Argumentationsgrundlage dienen, sofern nicht der Willkür Tür und Tor geöffnet werden soll.

    Damit schliesse ich diesen Post für mich und grüsse die Herren Daum & Bauer herzlichst

    Eure
    Dose E.S.K

  13. Tut mir leid, diese Argumentation dreht sich im Kreis und überzeugt nicht. Sie schliesst von der Recherchemethode zwingend auf das Resultat und spricht den Journalisten die Fähigkeit ab, Quellen zu prüfen (was immer nötig ist, egal wie man zu ihr kommt).

  14. Dose E.S.K

    Die Kritik orientiert sich explizit an zwei Beispielen und richtet sich an Ron Orp als Forum für solche Aktivitäten. Nicht an Journalisten im allgemeinen, an Matthias Daum oder dich. Bitte lies den Post genau durch und hör auf dich in meinem Blog als Vertreter einer etwaigen (Journalisten-) Gilde zu verstehen. Das ist unnötig und überflüssig.

  15. Wenn ich als Leser kurz einwerfen darf: Auf den Artikel über Speed Dating wird verzichten können, wer über das Phänomen schon irgendwo anders was gelesen hat. Was mit grösster Wahrscheinlichkeit der Fall ist. Nein, diese Art der Recherche erinnert mich an einen Kollegen, der in den 80ern fürs Gelbe Heftli die eine kontroverse Geschichte pro Ausgabe als typische wiederkehrende Volontärenaufgabe gefasst hatte. Das klassische Thema: Brot vom Nebentisch (wieher). Und genau so suchte der seine zwei Originalzitatabsonderer pro Artikel, wie es hier so vehement verteidigt wird. Meistens weiss der Journalist in so einem Fall nämlich auch ziemlich genau, zu welcher Aussage er einfach noch eine Person braucht! Wirklich: Einfallstor Nummer eins für langweilige Artikel – wie die Resultate im Übrigen auch zeigen.

  16. Dose, vielleicht solltest du deinen eigenen Text auch nochmals durchlesen. Zumindest gibst du dir wenig Mühe klar zu stellen, dass du die genannten Beispiele für Einzelfälle hältst („Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, in denen Journalisten…Heute geben Journalisten ihre Suchanfragen gleich in “Journalist sucht“-Foren auf…).

    Abgesehen davon ist mir noch immer nicht klar, wie du dir sicher sein kannst, dass die aus den Ron Orp-Aufrufen entstehenden journalistischen Arbeiten schlecht sein werden. Zumal anzunehmen ist, dass sich die Quellensuche nicht auf Ron Orp beschränken wird.

    PS: Wenn du nicht mit Journalisten diskutieren möchtest, musst du aufhören, dich hier in deinem Blog als Vertreter einer (Journalistenkritiker-)Gilde zu verstehen. ;-)

  17. Is ja wohl ne Frage wie repräsentativ eine solche „Feldstudie“ sein soll. Wenn man sich nur auf Ron Orp Leser beschränken will, kann man auch eine Armutstudie mit allen Gästen der Kronenhalle machen – man muss es halt nur dazuschreiben.

  18. Bobby California

    Die aufgeregte Diskussion hier ist so ziemlich für die Füchse. Denn auf einen Aufruf im Ron Orp meldet sich garantiert niemand. Ein Aufruf im Ron Orp ist in der Regel absolut folgenlos und hat deshalb auch keine Auswirkungen auf die Qualität des Journalismus. Ich habs selber probiert.

    Bei dieser Debatte zeigt sich nicht ein Problem der Journis, sondern vielmehr zeigt sich hier ein Problem der Blogger: Man sieht was vermeintlich Knackiges auf einer Internetseite (Ron Orp im vorliegenden Fall) und regt sich dann in seinem Blog einen Momemtn lang fürchterlich darüber auf. Luhmann hin oder her: Der Realitätsbezug solcher Blogging-Aktivitäten ist wesentlich geringer, als er es bei den von Herrn Dose kritisierten Medien wäre, sofern diese mit den kritisierten Suchmethoden Erfolg hätten. Get a life!

  19. Dose hat völlig recht und man kann die Aussage durchaus verallgemeinern, dass sich so keine seriöse Recherche betreiben lässt und eine seriöse Quellenüberprüfung unnötigerweise noch schwieriger ist als sonst schon. Thesenjournalismus auf die ganz faule Tour.

    „Get a life“ zählt übrigens nicht – ich bin unsterblich und wohne im Olymp. Verzichte dankend auf ein irdisches Dasein!

  20. Finde die Debatte äusserst angebracht, zumal es möglicherweise auch etwas mit dem Thema „Rationalisierung von Arbeitsabläufen“ zu tun hat, und diese können durchaus zu Lasten von Qualität gehen. Auch wenn hier von einigen Kommentatoren das Gegenteil behauptet wird.

    Einfach einen schludrigen „Post“ bei RonOrp absetzen und abwarten ob sich daraus eine Geschichte ergibt. Ts. Schluddrigkeit ist ja sonst eher etwas, was man sonst Bloggern gelegentlich an den Kopf schmeisst, nicht? Was nicht heissen soll, dass ich den Einsatz des Internets als Recherchetool grundsätzlich für ungeeignet halte, aber, die grossen Schwachpunkte wurden von Hose&Dose durchaus treffend auf den Punkt gebracht.

    Warum eine Debatte darüber, gerade von Journalisten, zum vornherein als unnötig abgekanzelt wird, halte ich im übrigen für sehr unjournalistisch.

  21. (Mein soeben oben abgesetzter Kommentar ist übrigens auch ziemlich schluddrig. Ich liebe dieses WordPress-Plugin mit 10 Minuten Korrekturmöglichkeit. Gibt es aber leider in diese Standard-WP-Blogs nicht.)

  22. @ugugu und alle
    Ich tue die Debatte nicht als unnötig ab (Matthias in meinen Augen genausowenig). Ich sage nur, dass ich anderer Meinung bin und die Argumentation nicht als stichhaltig erachte. Hose war es, der die Debatte frühzeitig beenden wollte und nicht mit mir diskutieren wollte, wenn ich in meiner Funktion als Journalist spreche.

    Das Missverständnis, das der Empörung zu Grund liegt ist das, dass Journalisten mit den Internetaufrufen willkürlich Köder auswerfen und dann aus dem Trüben rausfischen würden, was immer auch anbeisst. Kann man so sehen, man ist dann aber auf einer sehr spekulativen Ebene.

    Wie Matthias richtig sagt: Eine Geschichte beginnt bei einer Idee. Dann geht es darum, passendes Material zu dieser Idee aufzutreiben, damit daraus eine Geschichte entstehen kann. Dass dabei ein Hinweis im Internet EIN Mittel sein kann, finde ich absolut legitim. Solange die Quellen, die sich daraus ergeben, geprüft werden (damit wird dem Problem begegnet, das diese Aufrufe, aber nicht nur diese Aufrufe, mit sich bringen: das der Selbstselektion der Auskunftspersonen).

    Bevor hier aber weiter abstrakt weiter diskutiert wird, empfehle ich die Lektüre von ein paar von Matthias Daums Texten, die unter anderem mit Quellen entstanden sind, die sich per Aufruf ergeben haben.

  23. Vielleicht ist es spannend, mal etwas von der theoretischen auf die praktische Ebene zu wechseln und anhand eines konkreten Beispiels den Vorteil solcher Aufrufe zu zeigen.

    Wie meiner Website zu entnehmen ist, bediene ich mich den Online-Aufrufen (fast) ausschliesslich bei den Branchenporträts für das NZZ campus-Magazin. Dabei würde er einfache Weg über die PR-Stellen der ausgewählten Firmen führen. Diese würden mir dann ein Treffen mit einem HR-Verantwortlichen sowie einer jungen Vorzeige-Mitarbeiterin ermöglichen. Der Nachteil dabei: Dreiviertel des Gesagten ist Firmenslang-Geschwätz. Viel lieber mache ich da einen Online-Aufruf, auf welchen sich eine mir auch ausserhalb der virtuellen Welt bekannte Kollegin meldet, die mir wiederum eine Kollegin vermitteln kann, die in der von mir porträtierten Branche arbeitet. Das Resultat: Ein spannendes Gespräch ohne PR-Dame, die einem über die Schultern guckt. Die junge Mitarbeiterin spricht frei von der Leber – und am Schluss hat man erst noch weniger Scherereien mit dem Absegnen lassen von Zitaten.

    Für andere Artikel, wie etwa jenen über die Steuerzahler an der Goldküste oder die Konsumleere in der Innenstadt sind solche Aufrufe natürlich Schwachsinn. Aber nicht primär, weil sie die gefundenen Protagonisten die Geschichte verfälschen würden, sondern weil 1. ich so meine Idee zu einem viel zu frühen Zeitpunkt offenlegen würde (Themenklau-Gefahr) und 2. sich schlicht und ergreifend niemand melden würde.

  24. Dose E.S.K
  25. Pingback: Ron Orp und die Journalisten Teil II « Hose&Dose

  26. Pingback: Ron Orp und die Journalisten - Die Liste « Hose&Dose

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