Zivilisationsfortschritt?

Eine landläufige Vorstellung über das Mittelalter beinhaltet meist Städte mit einem eher unhygienischen Strassenbild. Deutlicher: die Strassen waren voller Scheisse. Dass der Fortschritt der Zivilisation oftmals langsamer ist als er wahrgenommen wird, gilt auch für die Verteilung der Scheisse in unseren Städten. Erst seit kurzem sind wir in der Schweiz auf dem Weg, die Scheisse von den Bahnschienen zu verbannen. (Bis anhin fand ich den Lärm von Zügen deshalb ein sekundäres Problem.) Ich sehe aber keinen Fortschritt bezüglich der Verteilung der Scheisse von Hunden. Wir halten das Mittelalter für dunkel und rückständig und unsere Städte sind voll von Hundescheisse?

Es scheint, dass das Zusammenleben mit Menschen derart unerträglich geworden ist, dass wir es in Kauf nehmen im hygienischen Mittelalter zu leben nur damit wir von erwiesenermassen dummen Kötern getröstet werden. Wer braucht schon Nächstenliebe, wenn es Hunde gibt? Allen frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

(Wenn jemand Studien zu gesundheitlichen Auswirkungen der Verteilung von Hundescheisse in den Städten kennt, bin ich um Hinweise dankbar.)

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