Krugman gegen den Föderalismus

Paul Krugman weist in seiner Kolumne auf ein wichtiges Argument gegen einen zu starken föderalistischen Staatsaufbau hin. Ein Nationalstaat müsste daran interessiert sein antizyklisch handlungsfähig zu sein, da viele Staatsausgaben zu Zeiten einer Rezession billiger sind. Während einer Rezession besteht nämlich weniger Konkurrenz zwischen Staat und Wirtschaft. Investitionen in die Infrastruktur sind beispielsweise billiger, weil die Lohnkosten zum Teil durch nicht bezogene Arbeitslosenunterstützung „subventioniert“ werden.

Für diese Art des Handelns ist der Nationalstaat besser positioniert als Teilstaaten oder Kantone, da diese entweder stärkeren Budgetbeschränkungen unterliegen oder höhere Zinsen für ein Budgetdefizit bezahlen. Gleichzeitig macht es wenig Sinn, wenn staatliche Leistungen wie Schule, Sozialhilfe, etc., die permanent sein sollen, in einer Rezession gekürzt werden müssen, weil das Budget dies verlangt.

Kennt jemand Zahlen, die dies auch für die stark föderalistische Schweiz belegen? Interessant wären z.B. die Zinskosten für den Bund im Vergleich zu den Kantonen.

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