Hosensatz lesen

„Es gibt inzwischen sehr gute Modelle, die unter normalen Bedingungen wichtige wirtschaftliche Parameter wie Investitionen, Inflation und privaten Konsum zuverlässig prognostizieren.“

Das sagt Andreas Herrmann von der Uni St.Gallen. Im Verlauf des Interview auf newsnetz kann er nicht wirklich kaschieren, dass die laufende Wirtschaftskrise auch ein Beleg dafür ist, dass die gängigen ökonomischen Modelle zur Prognose für den Mülleimer sind. Man muss nicht sehr kritisch sein um zu wissen, dass die Theorien über das Funktionieren der Wirtschaft, die von mittelmässigen Ökonomen propagiert werden, simplistisch, trivial, rein instrumentell oder schlicht falsch sind. Der Vergleich mit dem Kaffeesatzlesen ist da nicht so schlecht. Das funktioniert auch nur, weil die Abnehmer dieser Prognosen verzweifelt nach Antworten suchen und diese hinter falsch verstandenem Expertenwissen erhoffen. Wenn mit Kaffeesatzlesen genau so viel Geld zu machen wäre wie mit Konjunkturforschung, dann würde newsnetz auch Kaffeesatzleser der Uni St.Gallen interviewen. Sollte die herrschende Ideologie bei Gelegenheit weder den Konjunkturforschern noch den Kaffeesatzlesern folgen wollen, so könnte ich als gleichwertige Alternative nicht nur das Hosensatzlesen sondern auch das Hosensatzhören anbieten.

Nicht mittelmässige Ökonomen stellen sich Fragen wie: „Why do crack dealers still live with their moms?“

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