Idiot des Tages: Capleton

Die Geschichte könnte auch den Titel tragen: Die Rache des Capleton.

Alternativ ginge auch: Das Versagen von Baselstadt

Zuerst wollte er kommen. Dann durfte er nicht mehr kommen. Dann kam er doch und sagte «I’m definitively upset» und ging wieder.

Später kommentierte Herr G. Schmid folgendermassen:

« (…) Es kommt immer hauefiger vor, dass bei der Ausuebung des Rechts auf freie Meinungsauesserung (uebrigens ein Menschrecht), Personen Nachteile befuerchten muessen, die Meinungen haben, die politisch nicht korrekt sind.»

Und wir erinnern uns in den Worten Peter Thommens:

1989 wurde in Basel bei der Heuwaage ein Schwuler von vier Jugendlichen verfolgt, in der Toilette mit Benzin übergossen und angezündet. Aus einer „Haltung von Normalität“ heraus… Es herrschte grosse Betroffenheit in der ganzen Stadt. Nach 19 Jahren ist dieses Verbrechen schon wieder vergessen. Wieso muten eigentlich heute Heterosexuelle Schwulen zu, über unbestrittene Mordaufrufe zu „diskutieren“?

Noch Fragen?

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4 Antworten zu “Idiot des Tages: Capleton

  1. Vergessen wir doch die bekifften Ragga-Idioten und wenden wir uns Keane zu. Die neue Platte ist wirklich langweilig, Tom Chaplin aber immer noch zum poppen süss (naja, ist doch mein Recht auf freie Meinungsäusserung als Schwuler).
    A propos kiffen: hatte der nicht auch ein Drogenproblem.

  2. Nur mal so ne Frage: Ihr wollt also aus denselben Gründen auch das AC/DC-Konzert verbieten? Nur so wegen Gewalt gegen Frauen, soll ja das letzte Mal nicht erst vor 19 Jahren vorgekommen sein… Hier ein Auszug aus dem Knaller «Shoot To Thrill»:

    «Shoot to thrill, play to kill
    Too many women, with too many pills
    I said, shoot to thrill, play to kill
    I got my gun at the ready, gonna fire at will
    cause I shoot to thrill, and Im ready to kill

    Shoot you down
    Yeah
    Im gonna get you to the bottom and shoot you
    Im gonna shoot you
    down, yeah, down, yeah…»

    Und Bushido? Und all die Punkbands mit ihren doch nicht selten ziemlich gewaltverherrlichenden Texten?

    Ich frage nur, weil: Wo fängt Zensur an? Und wer bestimmt das?

    Nur damit wir uns nicht völlig falsch verstehen: Ich finde Capletons Texte von damals auch vollidiotisch. Doch er hätte sie in Basel ja gar nicht singen dürfen, dafür wurde gesorgt. Ausserdem hätte es eine Diskussionsrunde gegeben – irgendwie vorbildlich.

    Das Verbot – so denke ich – ist gerade bei jungen Fans, die sich auf ihn gefreut haben (ob uns das nun freut oder nicht) eher kontraproduktiv – die haben sich ja wohl nicht wegen seiner Texte, sondern wegen des Sounds und der Party gefreut. Oder, wie es der Herr Sieber von Gaybasel.ch gegenüber 20Minuten m.E. treffend sagte: «Alle, die ihn sehen wollten, werden auf die Schwulenszene wütend sein»…

    (http://www.20min.ch/news/basel/story/22550398)

  3. hoselose

    Jetzt wollen wir aber nicht gleich mit der Zensurkeule losschlagen, wenn die Kaserne ein Konzert absagt. Es hindert dich im Gegenzug niemand daran, Stimmung gegen Good News zu verbreiten, damit die nicht mehr mit AC/DC in Verbindung gebracht werden wollen. Mir ist egal wo du deine Grenzen ziehst. Wenn es nach mir geht, dann kann jede Band auftreten, solange sie hier keine geltenden Gesetze verletzt. (Und sogar in diesem Punkt gibt es für mich noch Spielraum.)Trotzdem ist es legitim auf den Eiertanz von Politik und Veranstaltern aufmerksam zu machen, die sich im Umfeld eines solchen Konzertes abspielen.

  4. Dann hab ich den Post einfach falsch verstanden, sorry. Irgendwie kam bei nir nicht an dass du bloss auf den Eiertanz aufmerksam machen wolltest.

    Und ich wäre der Letzte, der Stimmung gegen AC/DC verbreiten würde (gegen Goodnews hingegen… aber das ist eine andere Geschichte).

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