Tagesarchiv: 17/10/2008

einsatzplatte: Friendly Fires / Friendly Fires

Schlicht das Beste, was mir in den letzten Monaten passiert ist: Wah-Wah, Gitarrenwände, Reloops, Naturedrums, Uptempo-mid-disco-Beats und das alles durch den Sequenzer gewurstelt. Dass Chaos so geil klingen kann, ist wirklich erstaunlich.

einsatzplatte: The Gaslight Anthem / The 59 Sound

Musik zum Hüpfen im typischen All-American-Spirit wie ihn Bruce heute machen würde, wäre er denn noch einmal 20 Jahre alt.

Bruder Bernhard gegen Facts2.0

„Die Geschichte wird nicht allzu grosse Wellen werfen. Tamedia wird die Sache aussitzen.“ (beiz 2.0)

Nur damit niemand sagt, wir hätten geschwiegen und nicht drauf verlinkt:

Ugugu machts vor: Facts 2.0 Schweinekram

Bruder Bernhard hats gestartet: Facts 2.0 Schmutzige Phantasien

Bugsierer handelt: Facts 2.0 zum Big Brother

(Das Ganze mit dem passenden Kommentar von bloggingtom)

Schweizer Zeitungen: „UBS – Der Donnerschlag“

Für einmal macht Zeitunglesen richtig Spass. Die Reaktionen zum Milliardenhilfspaket des Bundes, kurz auf den Punkt gebracht:

„Es ist ein eigentlicher Donnerschlag.“

Reaktion der NZZ (S.19) zum Hilfspaket

„Das im Dringlichkeitsrecht verabschiedete Paket folgt der Devise Klotzen statt Kleckern.“

Gleiche Zeitung (S.19) zur Dimension der Hilfe

„Les banquiers ont perdu de leur superbe depuis qu’ils se savent mortels.“

Die Finanzkrise für Philosophen in der La Liberté (S.3)

„Den Preis des Vertrauens kennt keiner.“

Basler Zeitung (S.2) dazu, ob 68 Milliarden Franken reichen.

„Der 16. Oktober 2008 geht in die Schweizer Geschichte ein. Ob dies gut oder schlecht ist, wird die Zukunft zeigen.“

Die Aargauer Zeitung demonstriert auf dem Titel einmal mehr, dass sie eigentlich keine Ahnung hat, um was es geht.

„La Suisse, derechef, a abandonné son statut autoproclamé d’île trainquille au milieu de la tempête.“

Der Lausanner 24 heures (Titel) zum Donnerschlag (NZZ).

„La tempête sera longue et elle fera mal.“

Das schmerzt schon beim Lesen. Gleiche Zeitung zur Finanzkrise (S.3)

„Jetzt musste einer der Vertreter der freien Marktwirtschaft in Bern zu Kreuze kriechen. Und um unser Geld betteln.“

Blick über UBS-Chef Kurer (S.3)

„Jetzt musste er auf jene Grossherzigkeit hoffen, die er vor sieben Jahren vermissen liess“.

Blick über Kurer, der vor sieben Jahren der Swissair den Geldhahn zudrehte (S.3)

„Der Sündenfall“

Der Bund im Titel des Leitartikels über Kurers Kniefall (Blick)

„Die Kröte ist enorm dick. Etwas Schluckhilfe bieten wenigstens einige Bedingungen des Deals“.

Gleiche Zeitung (Leitartikel) über die Dimension des Hilfspaketes

„Weiss ihre Ex-Partei eigentlich, welche Perle sie da ausgestossen hat?“

Aargauer Zeitung zur Finanzministerin ad interim

„Die ungewohnte Zurückhaltung und der positive Quartalsausweise der UBS führten zu Fehlschlüssen in den Medien, der Finanzplatz Schweiz sei womöglich einer der Gewinner der Finanzkrise“.

Leise Kritik der NZZ an den Kommunikationsfähigkeiten des Bundesrates und der UBS-Spitze (S.13)

„Der Bundesrat zeigt in einem historschen Augenblick entscheidende Fähigkeiten, nämlich Augenmass, gepaart mit Reaktionsvermögen“.

Freude in der Innerschweiz. Titelkommentar der Neuen Luzerner Zeitung

„Der Staat hat deshalb seine Gesamtverantwortung wahrgenommen, um diese unsägliche Abwärtsspirale der ganzen Volkswirtschaft zu stoppen.“

Freude in Graubünden. Titelkommentar der Südostschweiz

„Die Schweiz kann schon froh sein, wenn der Schuh, den sie herausziehen wird, etwas weniger voll sein wird als derjenige der anderen“.

Freude in der Ostschweiz: Titelkommentar des St. Galler Tagblatt

Und ja, den Leitartikel des TA von Herrn Strehle hab ich nicht reingenommen. Den finde ich, kurz gesagt, zu lang – und zu langweilig. Sorry.