Jörg H. – a candle in the wind

Eigentlich ist es peinlich. Da stirbt ein Mensch bei einem Autounfall und es entbrennt eine Debatte darüber, ob und wie angemessen es ist, sich darüber zu äussern. Eine Debatte, an der wir mit unserem Beitrag auch beteiligt waren.

Es gilt festzuhalten: Der Tod eines Menschen ist und bleibt tragisch. Niemandem, selbst nicht dem politisch ärgsten Feind, wünscht man in einer normalen, sprich demokratischen Gesellschaft den Tod. Und trotzdem: Wenn einer einen derart unglücklichen Abgang hinlegt, der sich Zeit seines Lebens selbst inszeniert hat, dann ist eine daraus resultierende Polemik völlig verständlich.

Interessant in diesem Zusammenhang ist vor allem die Innensicht unserer Nachbarn. Wie nicht anders zu erwarten, betrauern die privaten und staatlichen Medien den verunglückten Kärntner wie einen grossen Staatsmann. Eine Würde, die der ehemalige Landeshauptmann wohlgemerkt nie inne hatte. In Anbetracht dieser Umstände sei die Frage gestattet, inwiefern man in Österreich noch von einer normal funktionierenden Mediendemokratie sprechen darf. Die Tatsachen alleine, dass einer mit Aussagen zu provozieren vermag, keine wirklich funktionierenden politischen und wirtschaftlichen Alternativen anzubieten hatte und rhetorisch versiert war, rechtfertigt die aufwändige mediale Berichterstattung bei weitem nicht.

Tatsache ist und bleibt: Der Rechtspopulist kam bei einem Überholmanöver ums Leben, weil er die Kontrolle über sein Auto verlor und dabei in eine Wand donnerte. Das war’s aber auch schon. Keine Schwangerschaft, kein Attentat, kein Tunnel in Paris. So spektakulär ist das nun wirklich nicht – oder in den Worten des Haiderfreund:

Dein Kommentar ist zum KOTZEN !!!!!!!!!

Wo ist der Respekt ? Warscheinlich bist du irgendwo in der Hilfsschule hängengeblieben um so einen Sch… zu schreiben.

Haider bleibt in unseren Herzen“

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3 Antworten zu “Jörg H. – a candle in the wind

  1. Probleme lösen sich manchmal von alleine…..

  2. Temposünder sind Rechtsbrecher.
    Und verantwortungsvolle Papas, Ehemänner, Söhne und Politiker wissen, wie schnell man besser nicht fährt.

  3. Das Lied sollte dann aber schon «Ein Kärntner in der Wand» heißen.

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