Impertinenz des Tages XI: SBB

Die SBB verbannt die Verkäufer des Strassenmagazins «Surprise» per Anfang 2009 aus den Bahnhöfen. Der Grund:

Die SBB begründet den Entscheid mit dem Projekt «Kundenfreundliche Bahnhöfe». Dieses unterstelle implizit, dass «Surprise» der Qualität im Erscheinungsbild der Bahnhöfe abträglich sei.

Quelle: NZZonline.ch

Im Gegenzug werden die Boxen der Gratiszeitungen behalten und mit grosser Wahrscheinlichkeit auch nächstes Jahr laufend ausgebaut. Diese sind der Qualität im Erscheinungsbild (hä?) folglich nicht abträglich.

Update 17:30: Der Vorschlag, den Rubriktitel «Idiot des Tages» heute ausnahmsweise durch «Impertinenz des Tages» zu ersetzen, wurde von der Redaktion, bei einer Enthaltung (hoselose), mit grosser Mehrheit angenommen.

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4 Antworten zu “Impertinenz des Tages XI: SBB

  1. Noch ist das letzte Wort ja nicht gesprochen. Die Verhandlungen laufen nach wie vor.

    Fakt ist: Es gab Kundenreklamationen wegen den teilweise doch recht aggressiven Verkaufsmethoden der Zeitschrift „Suuuuuuuuuuurprise!“. Das Geschrei in den Bahnhöfen ging einigen Bahnkunden auf den Sack.

    Würden sich die Verkäufer nun zusammenreissen, sprich: diskreter und zurückhaltender auftreten, steht einer künftigen Verkaufsaktivität in den Bahnhöfen sicher auch nichts im Wege.

  2. Dose E.S.K

    Die Meinungen gehen da offenbar etwas auseinander: Während die NZZ (SDA) bereits von „erteilt keine Bewilligung mehr“ schreibt, meint der Tages Anzeiger, „die SBB will noch nicht definitiv entschieden haben“.

    Was mich an der Haltung der SBB stört – und dies schliesst den obigen Kommentar mit ein – ist, dass die Bundesbahnen mit Sozialprojekten offenbar recht asozial umgehen.

  3. Naja, es heisst ja immer, die SBB müsse ihre Kunden ernst nehmen. Und kaum nimmt sie die Kundenreklamationen ernst, ist es auch wieder nicht recht. Mir scheint das doch ziemlich schizophren zu sein.

  4. Dose E.S.K

    Ich bin kein Psychologe. Und da ich mich dauernd über Gratiszeitungen beschwere, die SBB mich aber offenbar nicht ernst nehmen, sonst wären die Gratiszeitungen ja weg, teile ich diese Einschätzung nicht.

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