Held des Tages I: Endo Anaconda

Endo Anaconda ist seit zwei Wochen Kolumnist beim Bund (und alibimässig auch beim Tages Anzeiger, der die Kolumne annektiert übernommen hat).

Wer Sätze zum Thema Emo schreibt wie:

Manchmal fühle ich mich selber wie eine nur aus mir selbst bestehende, unverstandene Jugendkultur.

oder:

Wahrscheinlich ist sogar unsere Regierung leicht emo . Der Finanzminister liegt im Koma. Die Justizministerin, welche seine Geschäfte weiterführen soll, gehört zwar zu keiner Clique und wird trotzdem nur abgeklatscht.

und:

Micheline Calmy-Rey entspricht schon äusserlich mit ihrer Haartracht einem Vollbild- Emo.

..ist, man kann es nicht anders sagen, ein Held.
Und so schliessen wir diese Erkenntnis mit folgenden, weitsichtigen Worten, denen wir nur zustimmen können:

Ich mag die Emos zwar auch nicht, aber immer noch besser, die googeln sich Baudelaire und Rimbaud herunter, als dass sie Rambo spielen. Weil es unsere Armee in dieser Form wahrscheinlich nicht mehr lange geben wird, wenn alle auf ihr herumhacken. Die Hobbykrieger würden womöglich ihre eigenen Armeen gründen. Im Ernstfall könnten wir uns nur noch weinend in die Arme nehmen und dazu die traurigsten Verse von Georg Trakl rezitieren. Wenn ich an mein Alterskapital denke, dann möchte ich auch in die Arme genommen werden und weinen, bloss fehlte mir immer schon eine Clique.


Hoch sollen sie leben, die Emos.

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