Tagesarchiv: 18/09/2008

Sarah Palins Inbox – Email für alle

Sarah Palins Inbox - email anyone?

Sarah Palin braucht derzeit starke Nerven. Zuerst fiel ihr die minderjährige Tochter in den Rücken und liess sich schwängern, (obwohl die Mama für eine strenge Erziehung und gegen Sexualkunde-Unterricht an Schulen einsteht) und jetzt wird ihr auch noch die eigene Inbox zum Verhängnis.

Eine Gruppe namens «Anonymous» knackte Palins private Yahoo-Adresse (gov.palin@yahoo.com) und stellte das Material der Plattform Wikileaks (Projekt zur Veröffentlichung von geheimen Informationen) zur Verfügung. Dort kann nun jeder in Sarahs privaten Mails schnüffeln, den Quell-Code nachlesen und die privaten Fotos der Familie Palin begaffen. Ganz unschuldig ist die Gouverneurin von Alaska an ihrem eigenen Unglück allerdings nicht. Der E-mail-Dienst von Yahoo geniesst nicht unbedingt den besten Ruf in Sachen Sicherheit. Zudem werfen diverse Medien der Vize-Präsidentschaftskandidatin vor, sie hätte amtliche Korrespondenz über den privaten Server beantwortet – eine Handlung die nach US-Recht verboten ist.

Die Diskussion wird schnell entschieden sein, sämtliche E-mails sind online zugänglich. Eine gute Seite hat die Geschichte, denn eventuell realisiert Hessen Spassbremse Andrea Ypsilanti nun doch noch, dass sie mit einem blauen Auge davon gekommen ist. Der Fall Palin zeigt: es hätte weit schlimmer kommen können.

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Tageskommentar: Börse und Extremisten

Die Kurse kennen weltweit derzeit nur eine Richtung: Alles zeigt nach unten. CNN, ARD, ja selbst wir in der Schweiz kennen derzeit keine anderen Nachrichtenthemen, als die schlechte Lage an den Weltmärkten,  sowie die Neuordnung und Konsolidierung des Bankensektors.
Eine Tatsache die Scheich Muhammad al-Munajid sauer aufgestossen sein muss. Denn arabische Extremisten, sonst ein Dauerbrenner in den Nachrichten, erfahren derzeit kaum Beachtung. Selbst Rufe, die Quaida sei schuld am aktuellen Kurssturz, verhallen ungehört. So entschloss sich Scheich Muhammad in seiner letzten Fernsehansprache zu einer neuen Taktik.

«Alle Mäuse sind unrein»

Klingt doof, ist aber so. Zumindest in den Augen des Predigers al-Munajid. «Die  Maus  ist ein Soldat des Satans», erklärte der fanatische Geistliche. «Wie sehen Kinder heute eine  Maus? Selbst Kreaturen, die von ihrer Art her abstossend sind, werden wunderbar und liebenswert für die Kinder. Sogar  Mäuse.»

Die logische Schlussfolgerung liess nicht lange auf sich warten: «Auch  Micky Maus sollte in jedem Fall getötet werden». Mit dieser schrecklichen Tat würde Scheich Muhammad sicherlich sämtliche mediale Aufmerksamkeit auf sich ziehen, weg vom Börsengeschehen, wieder hin zum arabischen Extremismus. Zumindest für den Fall, dass der Scheich Disneyland entdecken sollte.

(Zitate: Quelle MEMRI-Intistut)

Tageskommentar: Ypsilanti’s 7 Minuten

Nun schreiten sie zur Tat, die SPD und mit ihr die Walküre Andrea Ypsilanti. Der Radiosender, der mit seinem Telefonscherz die Hessische Frontfrau in Verlegenheit  brachte, hat nun eine Klage am Hals.

«Es sei Strafantrag gegen die Verantwortlichen bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in Hannover gestellt worden, teilte die Landtagsfraktion der Sozialdemokraten am Mittwoch mit. Die Anzeige richte sich gegen den Sender und die Verantwortlichen für die Veröffentlichung im Netz.»

(Auszug FAZonline)

Was für ein absolut erfolgloser, ja gerade zu erbärmlicher Versuch jemanden für den entstandenen Image-Schaden zu bestrafen. Die Genossen haben offensichtlich nicht nur den Humor, sondern auch den Verstand verloren. Nun drischt die Partei blind auf einen kleinen Radiosender ein, in der Hoffnung mögliche Nachahmer in sämtlichen Radiostationen des Landes zu verschrecken. Dabei war das Gespräch (wie erwähnt) alles andere als brisant. Es ist und bleibt ein relativ harmloses, vielleicht sogar langweiliges Politgeplänkel auf tiefem Niveau, angereichert mit den branchenüblichen Drohgebärden (Linke nageln).
Hätte die Partei nicht mit Klage gedroht, wäre die Sache schnell vergessen gewesen. Andrea nahm’s persönlich, drohte postwendend Youtube, dem Radio und anschliessend pauschal allen Medien und verlieh dem Gespräch damit die Brisanz, die eigentlich immer gefehlt hat. Sollte Frau Ypsilanti ihre Politik in Hessen in Zukunft nach dem selben Motto gestalten, kann man den hessischen Linken nur eines raten: Rennt solange ihr noch könnt.