Nett, was Skinnheads in der Schweiz offenbar so anrichten können, ohne dass es jemand merkt? Merkwürdig auch, dass wir solche Bilder und Informationen aus brasilianischen Medien erfahren müssen.
Moment, das stimmt nicht ganz. Die Meldung war bei Newsnetz mal online. Ohne Zitate und ohne Nennung der Quellen.

Header Newsnetz 01:30
Dann hat aber auch Newsnetz geschnallt, dass die Infos nicht von der Stapo ZH kommen, sondern aus Brasilien.
Das ging allerdings gute 8h.
Header Newsnetz 09:30
Die schwangere Frau soll in Folge der rechten Attacke am Bahnhof Dübendorf ihre Zwillinge verloren haben. Im Spital wurde sie von der brasilianischen Botschafterin besucht, liest man zumindest bei Oglobo. So kam der Fall nach Brasilien und nicht in die Schweiz.
Irgendwas ist an der Geschichte faul. Und damit meine ich nicht, dass es sich laut TA/Newsnetz-Deutsch um den vermutlich falschen Bahnhof handelt: „in Artikel wird vom Bahnhof Dübendorf gesprochen, die Beschreibungen deuten aber auf den Bahnhof Stettbach hin„. Nein.

Misshandelte Frau Bild:oglobo.globo.com
Warum bitte können Nazis einer schwangeren Brasilianerin SVP-Initialen auf den Bauch ritzen und keine Sau bemerkt etwas? Waren das wirklich Nazis? Warum steht dann nicht AUNS sondern SVP auf ihrem Bauch? Wo sind die Hakenkreuze? Und warum bemerkt die Polizei, wenn ein Raser sein Video auf Youtube stellt – nicht aber, dass eine misshandelte Brasilianerin ins Spital eingeliefert (und von ihrer Botschafterin besucht) wird? Das Pflege-Personal ist in solchen Fällen verpflichtet die Behörden zu informieren. Hier ging ganz offensichtlich einiges schief. Davon lese ich im betreffenden Artikel aber nichts. Newsnetz plappert einmal mehr nach, was andere schreiben.
Und nein, mein Name ist nicht Markus Somm. Und ich habe auch keine Schönfärber-Biografie geschrieben. Es geht lediglich darum mit solchen Meldungen noch etwas abzuwarten. Oder halt selbst zu recherchieren. Aber diese Devise kennt man bei Newsnetz nicht. Und ich würde sogar behaupten, diese Tendenz ist steigend.
2 Antworten bis hierher ↓
Galatea // 12/02/2009 um 11:40
Als ich den Artikel heute gelesen habe, dachte ich mir auch gleich „das hört sich etwas faul an“. Natürlich kann und will ich das jetzt noch gar nicht entgültig sagen, denn wenn es sich bewahrheitet ist es eine schreckliche Tat.
Jedoch klingt die Geschicht so dermassen unglaubwürdig und alle Medien kopieren sie sich untereinander ab und verbreiten sie meistens ohne kritisches Hinterfragen, ist das Qualitätsjournalismus? Wäre es das brechen eines Tabus, würde man auch bei solchen Fällen etwas Skepsis an den Tag legen?
Ehrlichgesagt erinnert mich das ganze an den Fall der „Heldin von Mittweida“.
TA-Media - Dank Krise zum Monopolisten? « Hose&Dose // 16/02/2009 um 09:46
[...] aber davor kann nur gewarnt werden. Erstens würde der Druck weiter zunehmen, unfertige und lausig recherchierte Stories ins Netz zu jagen. Zweitens geht dieser Druck auf Kosten der Qualität und Sorgfalt. [...]